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Olympische Spiele, Frauen

Endstation im Viertelfinale

"Danas" gehen gegen Argentinien unter

02.08.2021 04:52
Die deutschen Damen gehen in Tokio leer aus
© Jose Mendez via www.imago-images.de
Die deutschen Damen gehen in Tokio leer aus

Die deutschen Hockey-Frauen fliegen ohne Medaille von den Olympischen Spielen in Tokio nach Hause.

Das Team von Trainer Xavier Reckinger verlor am Montag im Viertelfinale mit 0:3 (0:2) gegen Argentinien und verpasste wie zuletzt 2012 in London die Runde der letzten Vier. Die Männer stehen dagegen nach ihrem 3:1 am Sonntag ebenfalls gegen die Südamerikaner im Halbfinale gegen den Weltranglistenersten Australien.

"Die Enttäuschung ist groß. Es wird eine ganze Weile dauern, bis wir das verdauen werden", sagte Coach Reckinger. "Wir konnten unseren Plan nicht umsetzen und haben keine Lösungen gefunden."

"Es hat an allem gefehlt, Mut, Überzeugung. Wir sind nie in die Struktur reingekommen. Wenn man ehrlich ist, hat nichts zusammengepasst", klagte Stürmerin Lisa Altenburg, "es ist ein Tag, den man gerne aus dem Gedächtnis streicht." Auf die Frage, was von Olympia in Tokio bleibe, antwortete die 31-Jährige unter Tränen: "Nicht viel."

Agustina Albertarrio (27.) und Maria Victoria Granatto (29.) mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeitpause sowie Valentina Raposo Ruiz de los Llanos (52.) mit dem dritten Treffer besiegelten das Aus. Für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) war es bei Sommerspielen die vierte Niederlage in Folge gegen die "Löwinnen".

Die "Danas", die sich in der Vorrunde souverän durchgesetzt und nur gegen Weltmeister und Topfavorit Niederlande 1:3 verloren hatten, durften sich zunächst bei ihrer Torfrau Julia Sonntag bedanken, dass sie nicht schon früh in Rückstand gerieten.

Argentinien dominiert und trifft

Der Offensivwucht der Südamerikanerinnen hatte Deutschland wenig entgegenzusetzen. Immerhin stand die Abwehr zunächst sicher, so dass selbst drei Strafecken im ersten Viertel schadlos überstanden wurden.

Auch im zweiten Viertel blieb Argentinien am Drücker. Torfrau Julia Sonntag musste einige Male ihr ganzes Können aufbieten, um zunächst einen Rückstand zu verhindern. Im deutschen Spiel wirkte dagegen vieles zufällig. Gefährliche Angriffe: Fehlanzeige.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis der zweimalige Weltmeister aus Argentinien erstmals jubeln konnte. Albertarrio schloss eine schöne Kombination aus Nahdistanz ab. Kurz vor der Pause erhöhte Granatto. Nach dem Wechsel kam das deutsche Team mit mehr Energie auf das Feld zurück und drückte nun auf den Anschluss. Doch die Bemühungen blieben im dritten Viertel erfolglos, weil die wenigen Möglichkeiten nicht verwertet wurden.

So blieb nur die Hoffnung auf einen erfolgreichen Schlussspurt, der jedoch ausblieb. Immer wieder liefen sich die deutschen Spielerinnen an der kompakten Abwehr des Gegners fest. Das dritte Gegentor durch Raposo nach einer Strafecke besiegelte endgültig den Olympia-Knockout des EM-Zweiten, dessen Widerstand nun endgültig gebrochen war.