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Offene Drohung in Richtung der UEFA

Real und Co. wollen Super League durchboxen

31.07.2021 06:36
Florentino Pérez ist Präsident von Real Madrid Vorsitzender der Super League
© via www.imago-images.de
Florentino Pérez ist Präsident von Real Madrid Vorsitzender der Super League

Im April 2021 schockten die zwölf Topklubs FC Arsenal, FC Chelsea, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur, AC Mailand, Inter Mailand, Juventus Turin, FC Barcelona, Atlético Madrid und Real Madrid die europäische Fußball-Idylle mit dem Plan, sich künftig untereinander in einer neu geschaffenen Super League zu messen. Vor allem bei den Fans war der Aufschrei riesig, neun Vereine erklärten daraufhin ihre Abkehr vom Projekt. Barca, Real und Juve kämpfen aber weiter - offenbar mit Erfolg.

Am Freitag veröffentlichte das verbliebene Super-League-Trio ein Statement, in dem sie die jüngste juristische Entwicklung hervorhoben und ausdrücklich lobten. "FC Barcelona, Juventus und Real Madrid begrüßen die Entscheidung des Gerichts, die mit sofortiger Wirkung die Aufhebung der Maßnahmen der UEFA gegen die Gründungsklubs der Super League fordert", teilten die Klubs mit.

Die UEFA hatte ihrerseits gedroht, den betroffenen Klubs das Startrecht für die Champions League zu entziehen und Geldstrafen verhängt. In Italien wurde zudem erklärt, Juventus könne sogar der Ausschluss aus der heimischen Liga drohen.  

Nun gehen Barca, Juve und Real in ihrem Statement in die Offensive. Die Nichtbefolgung des Urteils stelle ein strafrechtliches Vergehen dar und könne Geldstrafen nach sich ziehen, wendet sich das Trio an die UEFA. Außerdem werde das Geschehen vom europäischen Gerichtshof in Luxemburg beurteilt. Dieser werde "die monopolistische Stellung der UEFA im europäischen Fußball überprüfen".

Trio zählt die UEFA an

"Die UEFA hat sich als alleinige Regulierungsbehörde, exklusiver Betreiber und alleiniger Inhaber der Rechte an europäischen Fußballwettbewerben etabliert. Diese Monopolstellung schadet dem Fußball und seinem Wettbewerbsgleichgewicht", so das Statement weiter.

"Vereine, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen, haben das Recht, ihre eigenen Wettbewerbe zu leiten", lautet die abschließende Ansage. Man freue sich, künftig weiter am Projekt Super League arbeiten zu können, ohne sich den Drohungen der UEFA ausgesetzt zu sehen.

Allerdings sei man sich durchaus bewusst, dass einige Inhalte der ursprünglichen Liga-Verfassung "durch Dialog und Konsens verbessert werden können". "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass ein Projekt erfolgreich sein wird, das immer den Gesetzen der Europäischen Union entsprochen hat."

Fraglich ist allerdings, ob sich weitere Klubs erneut vom Plan überzeugen lassen. Zu heftig waren die Reaktionen der Fans. Die deutschen Top-Klubs FC Bayern und BVB sowie Paris Saint-Germain aus Frankreich, die angeblich ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern zählen sollten, schlossen eine Teilnahme ohnehin von vornherein aus.

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