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Nach dem Zoff mit Mercedes-Teamchef Wolff

Fake News? Verstappen löscht missverständlichen Tweet

26.07.2021 10:17
Jos Verstappens (rechts) und Toto Wolffs Verhältnis war schon mal besser ...
© MST
Jos Verstappens (rechts) und Toto Wolffs Verhältnis war schon mal besser ...

Unter der Kollision zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen hat offenbar auch das Verhältnis zwischen Toto Wolff und Jos Verstappen gelitten. Denn Verstappen sen. teilt nach dem Crash genau wie zuvor Helmut Marko in Richtung Mercedes-Team aus und bezieht sich mit seiner Kritik vor allem auf Hamiltons heiß diskutierten Siegerjubel in Silverstone.

"Man feiert seinen Sieg nicht derart euphorisch, wenn der Kollege noch im Krankenhaus ist", wird der ehemalige Formel-1-Pilot von "'F1-Insider.com" zitiert. Verstappen erklärt außerdem, er habe zu Wolff zwar grundsätzlich "seit Jahren einen guten Kontakt" gehabt: "Er rief immer wieder an und schmierte uns Honig ums Maul. Ich glaube, jeder weiß warum."

Aber: Nach Silverstone "hat er sich nicht gemeldet". Stattdessen wurde Verstappens aggressive Fahrweise kritisiert. Das nimmt Verstappen sen. durchaus persönlich: "Jetzt braucht er nicht mehr anzurufen", sagt er in Richtung des Mercedes-Teamchefs.

Aussagen, die im Internet für Wirbel gesorgt haben, weil sich Verstappen auf seinem Twitter-Account zunächst von den Aussagen distanzierte und behauptete, er habe mit "F1-Insider.com" nicht gesprochen.

Im Nachhinein wurde bekannt: Er wusste nur nicht, dass der Journalist, mit dem er darüber offenbar sehr wohl gesprochen hat, auch für "F1-Insider.com" arbeitet. Inzwischen ist der Tweet verschwunden und das Medium, dem zunächst Fake News unterstellt wurden, in dem Fall rehabilitiert.

Bei Mercedes versucht man so gut es geht, über den Dingen zu stehen und die Verbalattacken aus dem Red-Bull-Camp gelassen zu betrachten: "Ich verstehe den Frust, den ein Fahrer in so einer Situation hat, und ich verstehe auch, dass man den Crash nie ganz neutral sehen kann. Und ich verstehe die Emotionen eines Vaters", sagt Wolff.

"Wahrscheinlich", meint er, "würde ich an seiner Stelle genauso empfinden. Aber ich würde mich vermutlich einer anderen Sprache bedienen."