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Klosterhalfen reist ohne Druck nach Tokio

24.07.2021 09:56
Klosterhalfen kämpft bei Olympia um eine Medaille
© AFP/GETTY IMAGES/SID/MADDIE MEYER
Klosterhalfen kämpft bei Olympia um eine Medaille

Die deutsche Langstrecken-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen geht ihre zweiten Olympischen Spiele ohne Druck an.

"Ich habe mich von den Erwartungen komplett gelöst, weil es für mich sehr schwer einzuschätzen ist, wo ich im Moment stehe", sagte die Leverkusenerin, die am 7. August in Tokio im Finale über die 10.000 m startet, im Interview mit dem "Bonner General-Anzeiger".

"Ich gehe da ganz befreit rein. Ich möchte das Beste zeigen, was ich zurzeit kann", sagte die WM-Dritte über die 5000 m weiter. Nach einem Testwettkampf am Wochenende in Park City/US-Bundesstaat Utah will sie noch einmal für ein paar Tage in ihre Wahlheimat Portland/Oregon reisen, wo sie seit 2019 trainiert. Am 31. Juli folgt dann der Abflug nach Tokio.

Mit ihrer im Februar aufgestellten Bestzeit von 31:01,71 Minuten hält Klosterhalfen den deutschen Rekord über die 25 Stadionrunden. Für die internationale Spitze reicht das derzeit nicht. In der Weltjahresbestenliste ist Klosterhalfen nur 22.: "Das Weltniveau ist sicherlich im vergangenen Jahr sehr gestiegen", sagte sie.

Neben Problemen am Becken beeinträchtigte auch eine Verletzung am Rücken ihre Vorbereitung. "Wir mussten einfach unheimlich vorsichtig sein und konnten im Training nicht so durchziehen, wie es optimal gewesen wäre", sagte sie.

Auch deshalb entschied sie sich für einen Start über die lange Distanz: "Die 10.000 Meter sind erst am vorletzten Tag in Tokio und geben mir etwas mehr Zeit. Mein Trainer Pete Julian sieht hier für mich die besten Möglichkeiten", sagte Klosterhalfen.