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Coman-Forderungen "irrsinnig"

Vertragszoff hält den FC Bayern auf Trab

24.07.2021 19:05

Beim FC Bayern läuft es in diesen Tagen nicht nach Plan. Die Unruhe hinter den Kulissen stört die Vorbereitung des Rekordmeisters auf die kommende Saison. Vor allem die großen Namen im Kader treiben den Verantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn. 

Einer dieser großen Namen ist Robert Lewandowski. Der Pole wird vom FC Chelsea umgarnt und ist der Plan B der Blues, sollte sich der Transfer von Wunschspieler Erling Haaland nicht realisieren lassen.

Was den Engländer in die Karten spielen könnte: Laut "Bild" ist der Pole mit dem aktuellen Kader des FC Bayern nicht zufrieden, vermisst vor allem die nötige Breite, die es braucht, um Liga, Pokal und Champions League zu gewinnen. Lewy-Berater Pini Zahavi soll den Chelsea-Bossen deshalb auch signalisiert haben, dass ein Transfer nicht gänzlich ausgeschlossen ist.

Allerdings sitzen die Münchner im Poker um den Weltfußballer ganz klar am längeren Hebel. Lewandowskis Vertrag an der Isar läuft noch bis 2023. Ein Wechsel in diesem Sommer, so heißt es, ist daher auch ausgeschlossen.


Mehr dazu: Lewy vor Bayern-Abschied? Das ist der aktuelle Stand


Ganz anders sieht die Lage da schon bei Leon Goretzka und Kingsley Coman aus. Beide pokern um einen neuen Vertrag und fordern ein deutlich höheres Gehalt. Die Rede ist von 20 Millionen Euro. Eine Summe, die der FC Bayern bisher weder dem deutschen noch dem französischen Nationalspieler zahlen will. 

Vor allem Manchester United soll deshalb hellhörig geworden sein. Die Red Devils haben dem Goretzka-Lager der "Bild" zufolge sogar schon konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt, die höher als die Zahlen der Münchner sein sollen. 

Hamann: Goretzka ist wichtig für den FC Bayern, aber ...

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat eine klare Meinung und findet die Forderung der Goretzka-Seite, so die Berichte denn stimmen, überzogen.

"Goretzka ist ein wichtiger Spieler, aber du kannst einen Abwehr- oder Mittelfeldspieler nicht so entlohnen wie einen Stürmer, der jedes Jahr 40 bis 50 Tore schießt. Dass er mehr verdienen will, ist legitim. Aber es muss im Rahmen sein", sagte Hamann im Podcast "Bayern-Insider".

Er habe gehört, dass Goretzka bleiben wolle, ergänzte der "Sky"-Experte, der zu bedenken gab: "Geld ist nicht alles. Du bist in einer schönen Stadt bei einem herausragenden Verein, mit dem du immer um die Champions League mitspielst. United kauft vieles auf und will wieder dorthin, wo sie vor 20 Jahren waren. Aber ich glaube nicht, dass das innerhalb von drei, vier Jahren geht. Das Geld ist eine Sache, aber es ist nicht alles."

Coman-Forderungen an den FC Bayern "irrsinnig"

Eindeutig ist auch Hamanns Meinung mit Blick auf Kingsley Coman. Der Franzose verdient aktuell angeblich zwölf Millionen Euro brutto, würde aber gerne zwölf Millionen Euro netto kassieren. Sollten die Zahlen den Tatsachen entsprechen, "dann soll er gehen. Das ist ja irrsinnig", wurde Hamann deutlich. 

Ein Verein dürfe solche Spielchen nicht mitmachen, mahnte Hamann seinen ehemaligen Klub. "Wenn er das Doppelte verdienen will, musst du sagen: 'Macht uns ein Angebot, denn mit ihm will ich gar nicht weitersprechen. Wenn ein Verein 70, 80 Millionen zahlen will, dann geht er. Wenn nicht, bleibt er. Fertig!'" 

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