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Prothesen-Weitspringer Rehm darf nicht bei Olympia starten

23.07.2021 18:55
Darf nicht an Olympia für Nichtbehinderte teilnehmen: Markus Rehm
© Mika Volkmann via www.imago-images.de
Darf nicht an Olympia für Nichtbehinderte teilnehmen: Markus Rehm

Prothesen-Weitspringer Markus Rehm darf nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen.

Dies hat der Internationale Sportgerichtshof (Cas) in Lausanne entschieden, wie Rehms Berateragentur mitteilte. Damit scheiterte der 32 Jahre alte dreifache Paralympics-Gewinner mit seinem Versuch, bei den Sommerspielen der Nichtbehinderten zu starten.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte Rehm dem Deutschen Olympischen Sportbund zur Nominierung für die Teilnahme an den Spielen in gesonderter Wertung vorgeschlagen.

Der DOSB meldete Rehm dem Internationalen Olympischen Komitee als Mitglied der deutschen Olympia­Mannschaft, das IOC reichte den Fall dann weiter an den Leichtathletik-Weltverband, doch World Athletics erklärte Rehm für nicht startberechtigt und berief sich dabei auf Regel 6.3.4, laut der die Prothese ein mechanisches Hilfsmittel ist.

Laut Klageschrift forderte Rehm, uneingeschränkt zum Weitsprung-Wettbewerb zugelassen zu werden, nur ersatzweise wird die Zulassung außer Konkurrenz oder in gesonderter Wertung verlangt. "Irgendwann muss man einfach den nächsten Schritt gehen, und das mache ich jetzt. Leider wird einem sonst nicht zugehört, und es verändert sich nichts", hatte Rehm, dem der rechte Unterschenkel fehlt, "Sport1.de" gesagt.