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Nicht nur Begeisterung vor Eröffnungsspiel der 2. Liga

Schalke vs. HSV "eine Schande für den Fußball"

23.07.2021 11:42

Am Freitagabend (20:30 Uhr) eröffnen der FC Schalke 04 und der Hamburger SV die 48. Spielzeit der 2. Bundesliga. Dass den beiden absoluten Größen der deutschen Fußball-Landschaft diese "Ehre" zuteil wird, hätte sich vor einigen Jahren wohl kaum jemand vorstellen können. Kein Wunder also, dass die namhafte Eröffnungspartie nicht nur Begeisterung hervorruft.

"Dass es die Paarung Schalke gegen HSV in der 2. Liga überhaupt gibt, ist eine Schande für den Fußball", wetterte Rafael van der Vaart im Gespräch mit der "Bild". "Beide Vereine gehören dringend in die Bundesliga", stellte der ehemalige HSV-Star klar.

Dem deutschen Unterhaus an sich kann van der Vaart hingegen durchaus etwas abgewinnen. "Die zweite Liga ist für mich viel interessanter als die Bundesliga. Jeder kann jeden schlagen. Eine Etage höher gewinnt am Ende doch nur eine Mannschaft den Titel: Der FC Bayern", sagte der 38-jährige Niederländer.

Für seinen HSV könnte der Abstieg Schalkes sogar ein Vorteil sein, glaubt van der Vaart: "Drei Jahre lang wollte die ganze Liga Hamburg bezwingen. Ab jetzt will jeder Schalke schlagen." Der Druck laste daher nicht mehr ganz so stark auf den Rothosen, die die Rückkehr in die Bundesliga bereits dreimal mehr oder weniger knapp verpassten. 

FC Schalke 04 vs. HSV "ist bitter"

Auch Felix Magath, der beim HSV als Spieler und Trainer und auf Schalke als Coach agierte, sieht kritisch, dass beide Traditionsteams nicht mehr in der Bundesliga vertreten sind. "Es ist bitter, dass zwei der größten deutschen Vereine nur noch zweitklassig sind. Das macht mich traurig, es passt irgendwie nicht", zitiert die "Welt" den 67-Jährigen. Sein Herz blute, sagt Magath. "Meine zwei Teams zum Auftakt der 2. Liga. Lange war das unvorstellbar."

Gründe für den Fall der Schwergewichte hat die HSV-Legende allerdings parat: "Beide Klubs haben sich leider so entwickelt, dass sie für jede Saison mindestens zwei Trainer brauchten. Dann wurde festgestellt, dass sich dadurch nichts bessert und schließlich ging man dazu über, andere Positionen, wie beispielsweise die der Sportvorstände auf Schalke, ständig zu verändern. So wird es halt schwer, strategisch, zukunftsorientiert und letztlich erfolgreich zu arbeiten."

Vor allem auf Schalke sieht Magath noch eine Menge Arbeit für die Vereinsführung. Die "Altlasten", eine "bedingt leistungsfähige, aber überbezahlte Mannschaft", seien eine Herausforderung für die Knappen, die nun "aufräumen" müssten.

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