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"Der Druck ist enorm"

Effenberg: "Abwarten, ob Nagelsmann das beherrscht"

22.07.2021 11:56
Stefan Effenberg wäre beinahe Trainer des FC Schalke 04 geworden
© nordphoto GmbH / Gumzmedia via www.imago-images.de
Stefan Effenberg wäre beinahe Trainer des FC Schalke 04 geworden

Als Spieler war Stefan Effenberg unter anderem für den FC Bayern und Borussia Mönchengladbach aktiv. Als Trainer hätte er beinahe beim FC Schalke 04 angeheuert.

"Wir haben gesprochen, sind aufgestanden und haben uns gefreut auf die gemeinsame Arbeit. So sind wir auseinander gegangen. Dann haben sie sich nicht mehr gemeldet", berichtete Effenberg im "Sport1"-Podcast "Lieber Fußball": "Das hat mich getroffen."

Kein gutes Haar ließ der Vizeeuropameister von 1992 dabei an Horst Heldt. Der ehemalige S04-Manager habe damals "einfach keinen Arsch in der Hose" gehabt, "mich anzurufen und zu sagen: 'Du Stefan, aus dem und dem Grund klappt es jetzt doch nicht'."

Das habe Effenberg im menschlichen Bereich tief getroffen. "So etwas macht man nicht", urteilte der 52-Jährige, merkte aber an: "Da muss ich sagen: Im Nachhinein war es besser, dass ich nie mit denen zusammengearbeitet habe."

Enormer Druck für Nagelsmann beim FC Bayern

In dem Podcast sprach Effenberg auch über Bayerns neuen Trainer Julian Nagelsmann. Die größte Herausforderung für den 33-Jährigen seien die hohen Anforderungen. "Beim FC Bayern bekommst du für Platz zwei keinen Applaus. Meister und Pokalsieger ist Pflicht, in der Champions League ist das Halbfinale Minimum - alles andere ist kein Erfolg", hob der dreifache deutsche Meister hervor: "Er war bisher immer im Windschatten, aber jetzt zählen nur noch die Titel. Der Druck ist enorm."

Gerade im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehung sieht Effenberg noch Verbesserungsbedarf bei Nagelsmann. "Der menschliche Bereich wird leider oft unterschätzt im Fußball, der ist enorm wichtig. Ich denke an Ottmar Hitzfeld oder hinten raus auch Jupp Heynckes. Julian Nagelsmann ist noch sehr jung, er ist noch in der Lernphase, deswegen muss man abwarten, ob er das beherrscht", so Effenberg, der betonte: "Hermann Gerland wäre eine ganz große Hilfe für ihn gewesen. Diese Lücke zu schließen, wird nicht einfach."

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