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"Honig ums Maul schmieren" unerwünscht

Verstappen: Toto Wolff "braucht nicht mehr anrufen"

20.07.2021 07:11

Seitdem zurückliegenden Formel-1-Grand-Prix in Silverstone hängt der Haussegen zwischen Mercedes und Red Bull mächtig schief. Grund für den Ärger: Ein heftiges Manöver in der ersten Runde, bei dem Lewis Hamilton WM-Spitzenreiter Max Verstappen abräumte. Der Niederländer krachte in einen Reifenstapel und musste anschließend sogar ins Krankenhaus, Hamilton erhielt eine Zehn-Sekunden-Strafe. Allerdings sorgt nicht nur der Crash an sich für Unmut.

Dass Hamilton und Mercedes den Erfolg beim Heimspiel anschließend in vollen Zügen genossen und sich vom euphorischen Publikum feiern ließen, stößt vor allem Verstappens Vater Jos sauer auf. Die Beziehungen scheinen nachhaltig geschädigt.

"Man feiert seinen Sieg nicht derart euphorisch, wenn der Kollege noch im Krankenhaus ist", monierte Jos Verstappen im Gespräch mit "Sport1". Mercedes Teamchef Toto knöpft sich der ehemalige Formel-1-Pilot sogar gesondert vor: "Und was Toto Wolff betrifft: Wir hatten seit Jahren einen guten Kontakt. Er rief immer wieder an und schmierte uns Honig ums Maul. Ich glaube, jeder weiß, warum. Gestern hat er sich nicht gemeldet. Jetzt braucht er nicht mehr anzurufen."

Max Verstappen wurde in der Vergangenheit mehrfach als möglicher Nachfolger von Valtteri Bottas oder Hamilton bei Mercedes gehandelt, die Chancen auf eine Verpflichtung des 23-Jährigen dürften aktuell allerdings nicht besonders gut stehen, das machen die Worte seines Vaters deutlich.

Mercedes einfach "niveaulos" 

Die sport.de-User sehen die Hauptschuld für den Unfall übrigens deutlich bei Hamilton. In einer Umfrage sehen 55 Prozent den Briten als Auslöser der Geschehnisse, 34 Prozent geben Verstappen die Schuld, elf sind unentschieden, wer den Crash zu verantworten hat.

Eine Einschätzung, die auch Red-Bull-Boss Helmut Marko teilt: "Wir sind für hartes, aber faires Rennfahren. Und nicht für verantwortungslose Aktionen, so wie wir diese Aktion von Hamilton einstufen", erklärte der Österreicher gegenüber "RTL/ntv". Das Auftreten der Silbernen nach dem Sieg empfinde er als "niveaulos".

Immerhin: Inzwischen hat Verstappen das Krankenhaus verlassen. Verletzungen hat der Überflieger durchaus überraschend nicht davongetragen.