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Shorts statt Bikinis: Norwegen nimmt Strafe in Kauf

19.07.2021 15:26
Beachhandball: Norwegen wird womöglich bestraft
© AFP/SID/SONNY TUMBELAKA
Beachhandball: Norwegen wird womöglich bestraft

Nach dem EM-Spiel der norwegischen Beachhandballerinnen in Shorts nimmt deren Verband eine mögliche Geldstrafe in Kauf. Die Mannschaft hatte am Sonntag in der Partie um die Bronzemedaille gegen Spanien (0:2) auf die durch den internationalen Verband IHF vorgeschriebenen Bikinis verzichtet und stattdessen Shorts getragen.

"Natürlich würden wir jede Geldstrafe zahlen", sagte der Präsident des norwegischen Handballverbandes Kare Geir Lio am Montag der Nachrichtenagentur "AFP": "Wir sitzen alle im selben Boot." Es sei wichtig, "dass es eine freie Wahl innerhalb eines standardisierten Rahmens" gebe. 50 Euro pro Spielerin und Spiel soll die Strafe laut der norwegischen Spielerin Katinka Haltvik betragen, die der öffentlich-rechtliche Sender "NRK" zitiert.

 

Das Thema wurde bereits im Vorfeld der EM, bei der die deutschen Beachhandballerinnen Gold gewannen, mehrfach diskutiert. Viele Spielerinnen empfinden demnach die vorgeschriebenen Bikinis als unpraktisch oder sogar als erniedrigend. Der norwegische Verband hatte vor dem Turnier in Warna (Bulgarien) die Europäische Handball-Föderation (EHF) deshalb um Erlaubnis gebeten, in kurzen Hosen spielen zu dürfen. Die EHF verwies jedoch darauf, dass Regelverstöße mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Die EHF teilte nun mit, über eine Sanktion noch nicht entschieden zu haben. Ein Antrag zur Regeländerung der Norweger wird in den kommenden Monaten erörtert. "Die EHF ist bestrebt, dieses Thema im Interesse ihrer Mitgliedsverbände voranzubringen, allerdings muss auch gesagt werden, dass eine Änderung der Regeln nur auf IHF-Ebene erfolgen kann", schrieb EHF-Sprecher Andrew Barringer in einer E-Mail.