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Schiebt Fury seine Corona-Infektion nur vor?

Fury am Pranger: "Eine Schande für das britische Boxen"

18.07.2021 09:05
Tyson Fury erntete heftige Kritik
© GENE BLEVINS via www.imago-images.de
Tyson Fury erntete heftige Kritik

Unlängst bestätigte das Lager von Box-Weltmeister Tyson Fury, dass sich der Engländer mit dem Coronavirus infiziert hat, der Mega-Kampf gegen seinen Erzrivalen Deontay Wilder musste vom 24. Juli auf den 09. Oktober verschoben werden. Für sein Verhalten im Anschluss an die Bekanntgabe erntet Fury nun allerdings heftige Kritik. 

"Tyson Fury ist ein W****er und eine Schande für das britische Boxen, wenn er sich mit COVID-19 infiziert hat und sich dann in Las Vegas unter die Leute mischt", wütet der englische Schwergewichtsboxer Dilian Whyte im Gespräch mit der "Sun".

Fury rede Mist, denn wenn er wirklich Corona hätte, könnte er nicht durch die Gegend laufen, lächeln und Fotos mit den Leuten machen.

Als er den Kampf gegen Anthony Joshua absagen musste, hätte man Fury bereits lachend und scherzend herumrennen sehen, so Whyte weiter. "Nun ist es exakt dasselbe. Der Wilder-Fight wurde verschoben, weil er anscheinend Corona hat."

Whyte zufolge würden ohnehin viele Boxer das Virus als Ausrede nutzen, um Kämpfe abzusagen oder ihre Niederlagen zu entschuldigen. 

"Die Jungs sind unverantwortlich, wenn sie COVID-19 als Ausrede missbrauchen, denn es tötet Menschen und lässt weltweit Familien leiden", so der "Body Snatcher". 

Schiebt Fury seine Corona-Infektion nur vor?

Den Grund dafür, dass man das Mega-Event ausfallen lässt, hat Whyte ebenfalls in petto: Da es britischen Fans aufgrund der Pandemie verboten ist, in die USA zu reisen, wo der Kampf stattfinden sollte, sank das Interesse auf der Insel rapide. Selbst die TV-Anstalten rissen sich nicht gerade um den Fight.

"Sie können keine Tickets absetzen, nachdem die Briten nicht reisen dürfen und die TV-Anstalten stört ein Kampf um fünf Uhr morgens gegen einen Typen, den er bereits geschlagen hat. Geld bedeutet Fury alles. Wo sind denn die neun Millionen Euro, die er nach dem ersten Wilder-Kampf angeblich Obdachlosen-Organisationen gespendet hat? Tyson Fury redet einen Haufen Scheiße und die Leute glauben es leider", setzt Whyte seinen Rundumschlag fort.

Damit aber nicht genug: Mit der nächsten Absage habe Fury "die gesamte Schwergewichtsszene ge***t , denn die Menschen sehen nur, dass die versprochenen Top-Kampfe nicht stattfinden, die Stars sie anlügen und stattdessen Fallobst boxen", wütet Whyte weiter.

Whyte: Fury lässt das Boxen "zu einem Scherz verkommen"

"Das Boxen ist aktuell zu einem Scherz verkommen, da Fury zwei oder drei der größten Kämpfe der Geschichte hat platzen lassen."

Whytes Wut dürfte allerdings noch einen anderen Grund haben. Der 33-Jähirge ist seit 2018 der Top-Herausforderer und sollte längst seine Chance bekommen, Fury den WBC-Titel abzujagen. Dazu kam es bislang aber nicht.

"Er zeigt kein Interesse an einem Kampf mit mir. Sie versuchen jetzt schon, dem Kampf gegen mich Steine in den Weg zu legen", bemängelte Whyte zuletzt gegenüber "Sky Sports".

Eine Vermutung, die wohl nicht jeglicher Grundlage entbehrt: Ein Kampf Fury vs. Whyte dürfte finanziell schlicht deutlich weniger reizvoll als die medial gehypten Vergleiche mit Erzrivale Wilder oder ein Titelvereinigungskampf mit Joshua sein.