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Niederlage gegen Hurkacz "hat Dinge verändert"

Becker deutet Federer-Aus an: "Kommt nicht mehr zurück"

13.07.2021 15:34
Kehrt Roger Federer noch einmal nach Wimbledon zurück?
© Paul Zimmer via www.imago-images.de
Kehrt Roger Federer noch einmal nach Wimbledon zurück?

Roger Federer ist ohne Zweifel einer der besten Tennisspieler aller Zeiten. Der Schweizer hat in den letzten 20 Jahren jeden nur erdenklichen Titel gewonnen und ist zu einer globalen Sport-Ikone geworden. Doch der Zahn der Zeit geht auch am Superstar nicht spurlos vorbei. Boris Becker fürchtet, dass Federers Ära schneller als gedacht enden könnte.

Mit einer klaren Drei-Satz-Niederlage und einem niederschmetternden 0:6 im dritten Satz gegen den Polen Hubert Hurkacz endete Federers Traum von einem weiteren Wimbledon-Titel in diesem Jahr abrupt. In seinem 119. Match auf dem heiligen Rasen war es für den Schweizer erst die 14. Niederlage überhaupt. Mit 0:6 hatte der Superstar in Wimbledon zuvor noch nie einen Satz abgegeben.

Boris Becker fürchtet, dass die Niederlage beim 39-jährigen Altmeister tiefe Spuren hinterlassen wird. Der deutsche Ex-Profi glaubt gar, dass der "FedExpress" niemals mehr als Spieler an die Church Road zurückkehren wird. 

"Nach dem, was in dieser Woche passiert ist, glaube ich nicht, dass er noch einmal nach Wimbledon zurückkommt", schrieb Becker in einer Kolumne für die "Daily Mail".

Die klare Niederlage gegen Hurkacz habe Federer "geschockt", glaubt Becker. Der Schweizer werde daher ins Grübeln kommen und genau darüber nachdenken, wie lang ein Jahr im Profi-Tennis sein kann. 

Becker: Federer denkt über Rücktritt nach

"Ich denke, Roger ist hier hergekommen und meinte, alles läuft nach seinem Plan. Er wollte sich von seinen Knieproblemen erholen, auf Sand fit werden und sich dann in eine gute Position bringen, um es in Wimbledon weit zu schaffen. Ich glaube nicht, dass er über den richtigen Zeitpunkt für einen Rücktritt nachgedacht hat, aber genau das wird er jetzt vielleicht tun", deutete Becker das mögliche Ende von Federers Karriere an. Die Art und Weise der Niederlage gegen Hurkacz habe "die Dinge verändert".

Becker glaubt, dass Federers ursprünglicher Plan noch die Saison 2022 umfasste: "Aber ich zweifele daran, dass dies jetzt noch der Fall ist."

Allerdings wolle er dem Schweizer nicht vorschreiben, was er tun solle, betonte Becker, denn: "Nur er weiß, wie es sich wirklich angefühlt hat, diesen Satz mit 0:6 zu verlieren. Außerdem hat es sich Roger verdient, auf die Weise abzutreten, die er bevorzugt. Er ist der populärste Spieler aller Zeiten und hat das Interesse am Sport weltweit in neue Sphären geführt. Er hat dem Spiel mehr als jeder andere gegeben."