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3. Runde in Wimbledon

Koepfer scheitert an Bautista Agut

02.07.2021 17:55
Koepfer muss seine Koffer packen
© Paul Zimmer via www.imago-images.de
Koepfer muss seine Koffer packen

Ein bisschen müde, ein bisschen enttäuscht, ein bisschen zufrieden: Dominik Koepfer wusste nach seinem Wimbledon-Aus nicht so genau, wo er sich und seine Emotionen einordnen sollte. "Ich reise trotz allem mit einem guten Gefühl ab", sagte der 27-jährige Schwarzwälder nach dem 5:7, 1:6, 6:7 (4:7) gegen den Weltranglistenzehnten Robert Bautista Agut (Spanien): "Aber ich muss mich auch noch ein bisschen verbessern."

Ein bisschen besser machte es der Branchenprimus. Novak Djokovic (Serbien), der Sieger von 2019, Nummer eins der Welt und natürlich auch der Setzliste, fertigte den tapfer kämpfenden US-Amerikaner Denis Kudla mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:4) ab. Der "Djoker" peilt in Wimbledon seinen dritten Sieg im dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres an. Wie zuletzt Steffi Graf 1988 hätte er dann bei Olympia und den US Open die Chance auf den Golden Slam.

Von solchen Träumereien ist Dominik Koepfer himmelweit entfernt, obwohl auch er beim olympischen Turnier in Tokio nach einer Medaille schielt. Dafür muss er aber seine Chancen nutzen, die ließ er gegen Bautista Agut zum Teil kläglich liegen. Nicht weniger als achtmal verlor Koepfer seinen Aufschlag, immer wieder kämpfte er sich heran, doch der Spanier machte deutlich, was einen Top-Ten-Spieler ausmacht. "Die Jungs da oben", sagte Koepfer, selbst die Nummer 62 der Welt, "die setzen halt in den wichtigen Momenten immer noch einen drauf."

Nach zwei verlorenen Sätzen und einem 0:2-Rückstand im dritten besann sich Koepfer auf seine Stärken, fand zurück ins Match und führte bereits mit 5:2. Dann aber schlichen sich erneut Fehler, vor allem mit der Rückhand, in sein Spiel. Der Linkshänder musste Bautista Agut auf 5:5 herankommen lassen, ging noch einmal bei eigenem Aufschlag mit 6:5 in Führung und hatte dann doch im Tiebreak das Nachsehen.

Damit sind Alexander Zverev (Nr. 4) und Angelique Kerber (Nr. 25) die letzten Deutschen in den Einzel-Wettbewerben. Am Samstag spielt Zverev in der dritten Runde gegen Taylor Fritz (USA/Nr. 31), Kerber trifft auf Aliaksandra Sasnovich (Belarus).