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Sagnol vom Bayern-Profi "enttäuscht"

Pavard nach Ungarn-Remis im Kreuzfeuer

20.06.2021 13:18
Benjamin Pavard vom FC Bayern enttäuschte gegen Ungarn
© Attila Volgyi via www.imago-images.de
Benjamin Pavard vom FC Bayern enttäuschte gegen Ungarn

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Ungarn (1:1) herrscht in Frankreich Ernüchterung. Für den Weltmeister von 2018 gab es nach dem Remis von allen Seiten Kritik. Gerade ein Spieler des FC Bayern geriet dabei ins Kreuzfeuer.

"Pavard hat mich enttäuscht", sagte Bayerns ehemaliger Co-Trainer Willy Sagnol in einem Interview mit der französischen Zeitung "L'Équipe" und ergänzte: "Er ist ein Spieler, der normalerweise nie schlecht ist, ohne sehr gut zu sein. Diesmal hatte er in allen Bereichen große Schwierigkeiten."

Im Spiel gegen Ungarn kassierte Pavard bereits nach zehn Minuten eine Gelbe Karte, nachdem er Roland Sallai auf dem linken Flügel nur mit einem Foul stoppen konnte. Außerdem fiel das Gegentor über die Seite des Bayern-Verteidigers.

Antoine Griezmann verteidigte seinen Kollegen. "Benjamin hatte in der ersten Halbzeit einige Probleme. Und dafür gibt es dieselbe Entschuldigung wie bei mir: Die Hitze", sagte der Stürmer-Star des FC Barcelona, der trotz seines Treffers auch seine eigene Leistung kritisch sah, am Sonntag: "Aber gegen Deutschland hat er sehr gut gespielt. Gestern wurde er viel alleine gelassen. Dann wird es schwer, vor allem auf einer solch komplizierten Position. Aber wir sind froh, dass wir ihn haben."

Der ehemalige französische Nationalspieler Sagnol kritisierte aber nicht nur Pavard. Auch die gesamte Équipe Tricolore kam in dem Interview nicht gut weg.

"Man hat von Beginn an gesehen, dass sie zu selbstgefällig waren", monierte Sagnol: "Vielleicht haben die Spieler nach dem Deutschland-Spiel in der Presse zu viel gelesen und gehört. Wenn man denkt, dass Talent alleine den Unterschied machen kann, ist das selbstgefällig. Moderner Fußball ist mehr als das."

"Diese Haltung hat die Ungarn beflügelt"

Dem 44-Jährigen habe auch nicht gefallen, dass in der Anfangsphase der Ungarn-Partie "immer ein Blauer am Boden lag. Diese Haltung hat die Ungarn beflügelt. Danach sind sie noch mehr in die Schlacht gezogen. Und darauf hat man psychologisch nicht reagiert."

Les Bleus, die gegen Deutschland exzellent defensiv gestanden und auf ihre schnellen Kontersituationen gelauert hatten, hatten zu Beginn gegen kompakte Ungarn Probleme.

Trotz des Unentschiedens hat Frankreich mit vier Punkten vor dem abschließenden Spiel gegen Portugal am Mittwoch alle Chancen aufs Weiterkommen.

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