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Pavard für UEFA ordnungsgemäß behandelt

17.06.2021 18:22
Benjamin Pavard (r.) knallte mit Robin Gosens zusammen
© AFP/POOL/SID/MATTHIAS HANGST
Benjamin Pavard (r.) knallte mit Robin Gosens zusammen

In der Debatte über die Vorgehensweise von Frankreichs Teamärzten im "Fall Benjamin Pavard" im EM-Spiel gegen Deutschland (1:0) hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) Vorwürfe der Spielervereinigung FIFPro wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen das vor Turnierbeginn vereinbarte Gehirnerschütterungsprotokoll zurückgewiesen.

"Wir sind zufrieden, dass Maßnahmen des medizinischen Teams in Übereinstimmung mit dem Protokoll gestanden haben", teilte der Verband am Donnerstag nach dem offiziellen Ausschluss einer Gehirnerschütterung beim Verteidiger des deutschen Meisters Bayern München mit.

Pavard hatte am vergangenen Dienstag in München laut eigener Aussage in der 59. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit dem deutschen Verteidiger Robin Gosens in der Luft und einem harten Aufprall auf dem Boden das Bewusstsein verloren. Die FIFPro hatte tags darauf kritisiert, dass der 25-Jährige nach kurzer Behandlung wieder auf das Spielfeld zurückgekehrt war, und forderte von der UEFA eine Stellungnahme wegen der mutmaßlichen Missachtung des Gehirnerschütterungsprotokolls.

Laut der  Selbstverpflichtung aller24 EM-Teilnehmer soll ein Spieler im Falle eines Verdachts auf eine Gehirnerschütterung zum eigenen Schutz vor Folgeschäden einer solchen Verletzung umgehend ausgewechselt werden. 

Den UEFA-Angaben zufolge hätten jedoch die französischen Ärzten "weder vor Ort noch nach eingehender Abklärung durch einen renommierten Spezialisten bei einer anschließenden Kontrolle einen Verdacht auf Gehirnerschütterung festgestellt". Vielmehr hätten die Mediziner des Weltmeister-Teams nachträglich auch Pavards Selbstwahrnehmung widersprochen. "Nach den Berichten, die wir von den Mannschaftsärzten erhalten haben, scheint es keine Bewusstlosigkeit gegeben zu haben", erklärte die UEFA. 

Aufgrund der ärztlichen Entwarnung könnte Pavard am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn wieder zur Mannschaft von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gehören. "Er kann sich normal vorbereiten", teilte die UEFA mit.