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Knapper Sieg gegen Nordmazedonien

Ukraine darf weiter vom Achtelfinale träumen

17.06.2021 16:58
Die Spieler der Ukraine jubeln über den Sieg über Nordmazedonien
© GEPA pictures/ Matic Klansek via www.imago-images.
Die Spieler der Ukraine jubeln über den Sieg über Nordmazedonien

Dank des eiskalten Duos Andrey Yarmolenko und Roman Yaremchuk hat die Ukraine ihren Traum vom erstmaligen Einzug ins EM-Achtelfinale am Leben gehalten.

Im ersten kleinen Endspiel der Gruppe C gewann die Mannschaft von Trainer Andriy Shevchenko gegen Nordmazedonien verdient mit 2:1 (2:0). Dadurch wahrte die Ukraine nach dem 2:3 zum Auftakt in den Niederlanden vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Österreich am Montag alle Chancen auf das Weiterkommen.

"Das Team hat in der Offensive gut gespielt, es war eine Freude, ihnen zuzuschauen. Während des Spiels hatten wir genug Chancen, um noch mehr Tore zu schießen", sagte Shevchenko. Der wichtigste Punkt sei aber, "dass wir heute gewonnen haben", betonte Europas Fußballer des Jahres 2004.

Der überragende Ex-Dortmunder Yarmolenko (29.) brachte die Ukraine im Nationalstadion von Bukarest nach einer Ecke in Führung. Yaremchuk (34.) erhöhte kurz danach. Beide hatten sich schon gegen Oranje in die Torschützenliste eingetragen. Ezgjan Alioski (57.) sorgte im Nachschuss für den Anschluss, nachdem Ukraine-Keeper Georgiy Bushchan seinen Foulelfmeter pariert hatte. Ruslan Malinovskiy scheiterte auf der Gegenseite mit einem Handelfmeter (84.). Für die Ukraine war es der zweite Sieg im achten EM-Spiel.

Debütant Nordmazedonien, der Ende März sensationell in der WM-Qualifikation in Deutschland (2:1) gewonnen hatte, muss seinen Achtelfinal-Traum hingegen fast begraben. Für die Nummer 62 der Weltrangliste war es nach dem 1:3 zum Auftakt gegen Österreich die zweite Niederlage in der zweiten Partie bei einem großen Turnier. Zum Abschluss warten am Montag die Niederlande.

Vorfreude auf das erste kleine Finale in der rumänischen Hauptstadt hatten beide Fanlager, die in ausgeglichener Anzahl sowohl vor als auch während des Spiels ihre Mannschaften lautstark unterstützten.

Den besseren Start erwischte die Ukraine. Die "Schowto-blakytni" rissen die tiefstehende Defensive der Nordmazedonier früh immer wieder auseinander. Den ersten gefährlichen Aufsetzer von Ruslan Malinovskiy parierte Stole Dimitrievski (8.).

Nordmazedonien, das in seinem ersten EM-Spiel gegen Österreich lange mitgehalten hatte, näherte sich erst nach einer knappen Viertelstunde dem ukrainischen Strafraum an. Doch Eljif Elmas traf aus kurzer Distanz nur das Außennetz.

So ging die in allen Belangen hochüberlegene Ukraine verdient nach einem Eckball in Führung: Oleksandr Karavayev bediente den am langen Pfosten einlaufenden Yarmolenko mit einer Hacken-Weiterleitung mustergültig. Yarmolenko, der in den Niederlanden mit einem Traumtor geglänzt hatte, musste nur noch einschieben.

Pandev-Tor zählt nicht

Yarmolenko war nicht satt und wollte mehr: Nur fünf Minuten später glänzte als Vorbereiter. Seinen Pass hinter die fahrlässig auf Abseits spielende nordmazedonische Abwehrkette verwertete sein kongenialer Partner Yaremchuk eiskalt. Auf der Gegenseite stand Rekordnationalspieler Goran Pandev bei seinem vermeintlichen Anschlusstreffer im Abseits (39.).

Nordmazedonien wollte direkt nach der Pause ein Lebenszeichen aussenden, doch Bushchan war gegen den Schuss von Arijan Ademi zur Stelle (47.). Dann holte Karavayev unglücklich Pandev im Strafraum von den Beinen. Bushchan parierte gegen Alioski, der im Nachschuss dann erfolgreich war.

Nordmazedonien nahm den Schwung mit und wurde auch von den mitgereisten Fans nach vorne gepeitscht. Die Vorentscheidung für die Ukraine vergab jedoch Viktor Tsygankov, der völlig freistehend am Tor vorbeischoss (74.).