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Das dürfte den Parisern nicht gefallen

Medien: Der BVB jagt das nächste PSG-Talent

15.06.2021 23:51
BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat ein Auge für Top-Talente
© Ralf Ibing
BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat ein Auge für Top-Talente

Die neusten Gerüchte um den nächsten Zugang von Borussia Dortmund dürfte man in der französischen Hauptstadt nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen. Angeblich steht der BVB vor der Verpflichtung von Talent Abdoulaye Kamara von Paris Saint-Germain.

Der 16-jährige defensive Mittelfeldspieler steht "unmittelbar" vor einem Engagement beim BVB. Das berichtet die "Bild".

In Dortmund sieht man in Kamara demnach bereits den nächsten Jude Bellingham. Der Engländer, der nur ein Jahr älter als Kamara ist, wechselte im Sommer 2020 von Birmingham City zu den Schwarz-Gelben, spielte sich schnell in die Stammformation und ist derzeit Teil der englischen Auswahl bei der Fußball-Europameisterschaft.

Ob Kamara diesem phönixhaften Aufstieg tatsächlich nacheifern kann, wird sich erst noch zeigen. Das er über reichlich Talent verfügt, beweist allerdings, dass er im April 2021 beim 2:3 gegen den FC Bayern München im Viertfinal-Hinspiel der Champions League bereits im Profikader der Pariser stand. Zu einem ersten Einsatz bei der Elite kam es freilich nicht.

Dass erneut ein Paris-Juwel nach Dortmund abwandern könnte, dürfte der Führung am Prinzenpark mächtig aufstoßen: Mit Soumaila Coulibaly angelte sich die Borussia unlängst bereits einen Youngster der Pariser, Dan-Axel Zagadou beschritt einst ebenfalls den Weg aus der Stadt der Liebe in den Ruhrpott. 

Zoff zwischen PSG und dem BVB

"Deutsche Vereine, vor allem Bayern München, RB Leipzig und Borussia Dortmund baggern immer mehr an jungen Spielern aus Frankreich. Die sind eine Gefahr für die Jugendakademie in Frankreich und das ist ein großes Problem", wetterte PSG-Boss Leonardo im Sommer 2020 im Gespräch mit der französischen Zeitung "Le Parisien". Und weiter: "Sie rufen Eltern, Freunde, Familienangehörige oder den Spieler selbst an. Mit 15 oder 16 Jahren bekommen die jungen Talente schon den Kopf verdreht. Vielleicht sollte man die Regeln ändern, um die französischen Vereine zu schützen."

Ein Vorwurf, den Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc damals gegenüber der "Bild" konterte: "Leonardo unterliegt da offensichtlich einem Irrtum. In der Regel ist es nämlich genau andersrum, als er es darstellt. Wir werden von den Familien und Beratern aus Frankreich aktiv angesprochen, da sie bei uns oft eine bessere Durchlässigkeit und ein höheres Entwicklungspotenzial der Talente sehen."

So oder so: Ein weiterer Nachwuchsstar, der von PSG in die Bundesliga wechselt, dürfte die Wogen nicht glätten.

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