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"Diesmal würde der Stolz im Weg stehen"

Kvyat glaubt nicht an Red-Bull-Rückkehr

14.06.2021 14:29
Daniil Kvyat glaubt nicht mehr an eine Rückkehr in eines der Red-Bull-Teams
© MST
Daniil Kvyat glaubt nicht mehr an eine Rückkehr in eines der Red-Bull-Teams

Für Daniil Kvyat besteht keine Chance auf eine Rückkehr zu einem Red-Bull-Team in der Formel 1. Das hat Motorsportkonsulent Helmut Marko in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de" klargestellt.

Auf die Frage, ob Kvyat ein erneutes Comeback bei Red Bull oder AlphaTauri feiern könnte, entgegnet Marko: "Nein, definitiv nicht. Außerdem hat er einen Vertrag bei Alpine als Reservefahrer."

Zumal es derzeit keinen akuten Bedarf gibt, einen der vier Red-Bull-Piloten in der Formel 1 auszutauschen. Max Verstappen kämpft um die WM und ist über jeden Zweifel erhaben. Sergio Pérez hat in Baku gerade seinen ersten Grand Prix für sein neues Team gewonnen. Pierre Gasly liefert auf allerhöchstem Niveau ab. Und Yuki Tsunoda macht zwar Fehler, sein Potenzial ist aber unbestritten.

Kvyat selbst erklärt indes via "F1-Nation"-Podcast, dass seine Augen und Ohren offen sind und er "ziemlich flexibel" ist, was seine Zukunft betrifft - eine Aussage, die man auch so interpretieren kann, dass er jederzeit bereit wäre, ein Angebot als Rennfahrer in der Formel 1 anzunehmen, auch wenn ihm derzeit offenbar keins vorliegt.

Marko "wartet doch nur drauf, mich anzurufen", lacht Kvyat , der 2017 schon einmal rausgeschmissen und dann 2019 doch noch einmal reaktiviert wurde. Eine Geschichte, die sich so nicht wiederholen wird: "Diesmal würde der Stolz im Weg stehen", sagt er über Marko. "Es war doch schon beim letzten Mal ein bisschen so, dass er einen Fehler eingestehen musste."

Kein Fehler scheint das Engagement von Perez gewesen zu sein. Marko ist mit dem Mexikaner zufrieden: "Die Rennperformance ist sehr gut, teilweise auf Niveau von Max. Dort, wo es noch hapert, ist in der Qualifikation. Da müssen wir schauen, dass eine Verbesserung zustande kommt", sagt er.

Konkret nachgedacht, wer 2022 in den vier Red-Bull-Cockpits sitzen könnte, hat Marko eigenen Angaben nach noch nicht. Aber: "Wir sind ein sehr begehrter Partner auf dem Fahrermarkt. Ich glaube nicht, dass ein Fahrer mit irgendeinem anderen Team in Verhandlung oder in einen Abschluss tritt, bevor er nicht mit uns versucht hat, zu einem Deal zu kommen", sagt er.

"Wir sind jetzt voll fokussiert auf die WM, und wir sehen kein Problem, wer im nächsten Jahr neben Max Verstappen sein wird. Es wird sicher ein wettbewerbsfähiger Mann sein. Aber da ist noch Zeit", gibt sich Marko gelassen.

Kandidaten gibt's genug. Nach aktuellem Stand der Dinge drängt sich wohl am ehesten Gasly für eine Beförderung auf. Doch der Franzose hatte seine Chance schon, und sollte Perez so weiterfahren wie zuletzt, wird sich diese Frage wohl gar nicht stellen. Marko sagt nur: "Wenn ich das richtig im Kopf habe, läuft der Vertrag mit Gasly noch weitere zwei Jahre."

Schmunzeln muss der Österreicher bei der Frage, ob sich Nico Hülkenberg für den Fall fit halten sollte, dass er 2022 doch eine Chance bei Red Bull bekommen sollte. Eine Frage, der Marko ausweicht: "Er macht einen sehr guten Job bei ServusTV. Unsere Quoten sind sehr, sehr gut. Außerdem ist er Reservefahrer bei Aston Martin und Mercedes. Schon aus diesem Grund muss er sich fit halten."