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FIA gibt Details zum neuen WRC-Reglement bekannt

13.06.2021 10:47
Testauto von Toyota für das Rally1-Reglement der WRC 2022
© MST
Testauto von Toyota für das Rally1-Reglement der WRC 2022

Der Automobil-Weltverband FIA hat erste Einzelheiten zum Einsatz des Hybrid-Antriebs bekannt gegeben, der ab der Saison 2022 in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) verwendet wird. Laut FIA-Rallye-Direktor Yves Matton wird die Zusatzleistung von 100 Kilowatt des Elektromotors nicht nur auf den Verbindungsetappen, sondern auch während der Wertungsprüfungen nutzbar sein.

Allerdings werden die Fahrer nicht vom Cockpit aus steuern können, wann ihnen der zusätzliche Antrieb zur Verfügung steht. "Wir haben unsere Grundsätze. Es wird vor allem auf einigen Verbindungsetappen im voll-elektrischen Modus zum Einsatz kommen", holt Matton gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com' aus.

"Es wird am Anfang der Etappe eingesetzt, auch dort, wo man sowohl den Hybrid- als auch den Verbrennungsmotor hat, der die volle Leistung bringt. Und dann wird es unter bestimmten Bedingungen in der Etappe eingesetzt, um dem Auto nach verschiedenen Programmen, die man fein abstimmen kann, etwas mehr Leistung zu geben", so Matton weiter.

Aber: "Es wird keinen Schalter geben, mit dem man die Leistung abrufen kann, sondern vielmehr von der Software gesteuert. Es wird eine Anzahl von Strategien geben, aus denen man wählen kann, aber der Fahrer wird diese Strategien nicht selbst einstellen können", erklärt der Belgier.

Damit wählt die WRC einen vergleichbaren Ansatz wie die Formel 1 oder die Hypercar-Klasse der Langstrecken-WM (WEC), wo das Hybrid-System auch nicht manuell vom Piloten aktiviert wird, sondern nach programmierten Boost-Szenarien gesteuert wird.

Nach den Verzögerungen bei der Bereitstellung der Hybrid-Einheiten durch den Hersteller Compact Dynamics, die auch durch die Einschränkungen in Folge der COVID-19-Pandemie begründet waren, komme die Entwicklungsarbeit bei den drei Herstellern Toyota, M-Sport und Hyundai nach Aussagen von Matton nun gut voran.

"Es läuft bei allen Herstellern recht gut", sagt er. "Sie konnten ihre Autos unter guten Bedingungen testen, vor allem auf grobem Schotter. Denn man will das Auto unter den schlechtesten Bedingungen testen, um zu sehen, ob etwas falsch ist."

"Die Rückmeldungen von den Fahrern und Teams sind positiv", erklärt Matton. "Es gibt noch allerhand zu tun, aber es sind noch ein paar Monate bis zu ersten Rallye, und in Monte-Carlo werden wir bereit sein."