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Ablöseforderung zu hoch? Bei der EM im Schaufenster?

Coman will FC Bayern aus mehreren Gründen verlassen

13.06.2021 11:25
Der Vertrag von Kingsley Coman läuft eigentlich noch bis 2023
© Stefan Matzke/sampics/Pool via Peter Schatz
Der Vertrag von Kingsley Coman läuft eigentlich noch bis 2023

Während der Bundesliga-Sommerpause beherrscht Kingsley Coman vom FC Bayern die Schlagzeilen. Angeblich will der französische Nationalspieler den deutschen Fußball-Rekordmeister verlassen. Das berichten sowohl deutsche als auch französische Medien. Demnach hat Coman eine Vielzahl von Gründen für seine Unzufriedenheit in München.

Muss der FC Bayern in der kommenden Saison tatsächlich ohne Kingsley Coman auskommen? Gut möglich. Der Radiosender "RMC Sport" bestätigte zuletzt Berichte von "Sky", nach denen Coman einen Abschied in der Sommerpause plant. 

Mehrere Faktoren hätten den Flügelflitzer dazu bewogen. Erstens sei Coman vom letzten Vertragsangebot des FC Bayern "enttäuscht" gewesen, das behauptete "Sky"-Reporter Max Bielefeld in der Sendung "Transfer Update".

Demnach legte der deutsche Rekordmeister einen Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Bruttogehalt von zwölf Millionen Euro vor. Das derzeitige Arbeitspapier, das bis 2023 gültig ist, sichert ihm allerdings angeblich bereits elf Millionen Euro jährlich zu. 

Die erhoffte großartige Steigerung war dieses Angebot also nicht. Coman soll die Offerte abgelehnt haben, heißt es.

Coman fühlt sich im Vergleich mit Sané unterbezahlt

Der 24-Jährige soll das Angebot der Münchner zudem mit den Verträgen seiner Mitspieler beim FC Bayern verglichen haben. Spieler wie Leroy Sané, der eine ähnliche Rolle im Team ausübt und bislang deutlich weniger Anteil an den Erfolgen hatte, verdiene deutlich mehr Geld. 

Ein weiterer Grund, warum Kingsley Coman das Angebot des deutschen Rekordmeisters abgelehnt haben soll, sei die fehlende Anerkennung.  Der Siegtorschütze des Champions-League-Finals von 2020 fühle sich zu wenig geschätzt für seinen Beitrag zu den Erfolgen.

Außerdem hätte den Berichten nach schon länger auf die Rückennummer zehn geschielt. Nach dem Abschied von Arjen Robben ging das begehrte Trikot jedoch zunächst an Leih-Spieler Coutinho, dann im vergangenen Sommer ausgerechnet an Neuzugang Sané.

Forderung des FC Bayern zu hoch?

Max Bielefeld räumte in der "Sky"-Show "Transfer Update" zwar ein, die Vergabe der Trikotnummer sei kein ausschlaggebender Aspekt. Die Nummer hätte dennoch "eine Wertigkeit", insgesamt fühle sich Coman womöglich "nicht ganz fair behandelt".

Der 30-fache Nationalspieler, der mit Frankreich in der EM-Gruppenphase auf seine deutschen Kollegen vom FC Bayern trifft, liebäugelt demnach nun laut "RMC Sport" und "Sky" mit einem Abschied in die englische Premier League. Ein Transfer in diesem Sommer sei laut dem deutschen TV-Sender zufolge dennoch unwahrscheinlich.

Denn: Die Ablöseforderung des FC Bayern dürfte für die Klubs aus England zu hoch sein. "Sky" zufolge liegt die Forderung im dreistelligen Millionenbereich. "RMC Sport" hingegen glaubt, dass die EM dazu dienen könnte, mögliche Interessenten vom Kauf zu überzeugen.

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