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"Wie ein Rennen im Qualifying"

Norris ein Fan des Baku-Sprints

11.06.2021 17:22
Lando Norris konnte sich im Schlusssprint gegen Yuki Tsunoda durchsetzen
© Andy Hone via www.imago-images.de
Lando Norris konnte sich im Schlusssprint gegen Yuki Tsunoda durchsetzen

Das Ende des Großen Preises von Aserbaidschan war für die Formel-1-Piloten eine neue Erfahrung. Denn einen stehenden Start mit nur zwei Runden bis ins Ziel erleben die Fahrer sonst in der Regel nicht. "Das war schon ziemlich intensiv", sagt auch McLarens Lando Norris, der in den zwei Runden noch einmal zwei Plätze gewinnen konnte.

"Das Schöne ist, dass du so viel Grip hast. Wenig Sprit, neue Reifen. Das ist wie ein Rennen im Qualifying", meint er. "Das ist cool, und da es auch noch für uns lief und ich zwei Positionen gutgemacht habe, bin ich glücklich. Es war einfach eine weitere Möglichkeit, Positionen gutzumachen - und das haben wir geschafft."

Für Norris war es eine Chance auf Wiedergutmachung. Denn beim eigentlichen Start war es für ihn nicht sonderlich rundgelaufen. Nach seiner Strafversetzung war er ohnehin nur von Startplatz neun gestartet, verlor aber in Runde 1 noch drei Positionen gegen Sebastian Vettel, Valtteri Bottas und Esteban Ocon.

"Mein eigentlicher Start war okay, aber manchmal ist es schwierig, wenn man sich für eine Position in Kurve 1 entschieden hat. Es kann gut oder schlecht laufen", sagt er. Norris entschied sich für eine Lücke in der Mitte, wurde dann aber etwas aufgehalten, sodass links Bottas und rechts Vettel vorbeizogen. In Kurve 2 kam dann auch der Alpine von Ocon noch vorbei.

"Davor hatte ich etwas Angst"

Beim Neustart zwei Runden vor dem Ende lief es dann aber wieder super. Die erste Position machte er durch den Fehler von Lewis Hamilton gut. "Da dachte ich nur: Ka-ching!", lacht Norris. Zu dem Zeitpunkt hatte er die Außenbahn gegenüber Yuki Tsunoda und konnte Seite-an-Seite mit ihm durch die nächste Passage ziehen, bevor er das Duell schließlich für sich entschied.

"Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man", sagt der Brite. "Yuki ist einmal innen reingestochen. Davor hatte ich etwas Angst, aber ansonsten war es das. Ich konnte meine Position halten und einen Versuch gegen Charles [Leclerc] starten, der aber ziemlich aggressiv verteidigt hat."

Im Ziel hieß es für Norris dann Platz fünf. "Nach der Strafe und einer ziemlich schlechten ersten Runde ist Platz fünf ziemlich gut für uns", betont er.

Norris sieht weniger Fehler bei sich

In der Fahrerwertung liegt er damit hinter Max Verstappen, Lewis Hamilton und Baku-Sieger Sergio Pérez auf Platz vier und ist der einzige Pilot, der in jedem Rennen in die Punkte gekommen ist. "Diese Konstanz hilft natürlich", sagt er.

"Ich fühle, dass ich besser in der Entscheidungsfindung bin, wenn es nötig ist, und ich mache weniger Fehler. In Kurve 15 bin ich einmal fast in die Mauer gefahren, aber das hat keiner gesehen, von daher war es schon okay", lacht Norris. "Abgesehen davon haben wir gute Wochenenden und haben keine großen Fehler gemacht. Wir nutzen dafür die Fehler der anderen bestmöglich aus. Das ist das Wichtigste."