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Kuntz lässt Zukunft beim DFB offen

09.06.2021 10:03

Stefan Kuntz hat die deutsche U21-Nationalmannschaft 2021 wie schon 2017 zum EM-Titel geführt. Trotz des Erfolges liebäugelt der 58-Jährige mit einem Abschied vom Deutschen Fußball-Bund.

"Mit Blick auf meine Vita habe ich in der Vergangenheit irgendwann immer neue Herausforderungen gesucht. Ich möchte sowohl das eine als auch das andere nicht ausschließen", stellte Kuntz in einem Interview mit der "Sport Bild" klar.

Nach den Olympischen Spielen (23. Juli bis 08. August) wolle er seine "Gedanken ordnen und alles wirken lassen".

"Da geht es auch darum, wie neue Ziele aussehen könnten. Man überlegt, wo der nächste logische Schritt ist und ob ich eine neue Herausforderung brauche", erklärte Kuntz und ergänzte: "Bin ich da richtig, wo ich bin? Was habe ich am Job, was würde ich aufgeben? Wenn ich auf meine Karriere zurückschaue, habe ich keinen Job 20 Jahre lang gemacht."

Der ehemalige Angreifer betonte außerdem, dass der DFB wegen einer Verlängerung seines bis 2023 datierten Vertrages noch nicht an ihn herangetreten ist.

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften beim DFB, hatte am Montag noch gesagt: "Ich weiß, wie sich Dinge entwickeln und dass jetzt viele Vereine hellhörig geworden sind. Was die Zukunft bringen wird, müssen wir sehen und werden wir sehen."

Turniererfahrung für Baku und Wirtz gut

In dem Interview äußerte sich Kuntz außerdem zu Ridle Baku und Florian Wirtz, die durchaus auch Kandidaten für die A-Nationalmannschaft von Joachim Löw gewesen wären.

"Ich glaube, es war eine gute Entscheidung, dass sie bei uns gespielt haben", so Kuntz: "So eine Turniererfahrung ist immer gut. Ich weiß nicht, ob sie bei Löw so viel Spielzeit bekommen hätten. Jetzt haben sie mehr Erfahrungen gesammelt."

Baku erzielte beim Turnier insgesamt zwei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Wirtz steuerte ebenfalls zwei Tore bei.