powered by powered by N-TV
Heute Live
sport.de - powered by powered by N-TV

Krimi gegen Magdeburg: Flensburg bleibt Kiel auf den Fersen

02.06.2021 21:30
Flensburg besiegt Magdeburg
© Jan Huebner/Michael Taeger via www.imago-images.de
Flensburg besiegt Magdeburg

Die SG Flensburg-Handewitt lässt im Titelrennen in der Handball-Bundesliga nicht locker und bleibt Tabellenführer THW Kiel auf den Fersen.

Die Norddeutschen gewannen das Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg knapp mit 33:30 (13:16) und haben nun 58 Punkte auf dem Konto. Dennoch ist Flensburg bei noch sechs verbleibenden Saisonspielen weiter auf einen Ausrutscher der Kieler angewiesen, die 59 Zähler aufweisen.

Flensburg hatte am Mittwoch zunächst große Probleme mit den starken Gästen aus Magdeburg und ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause.

Im zweiten Durchgang kämpfte sich das Team von Trainer Maik Machulla heran, übernahm schließlich die Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr her. Beste Werfer der Flensburger waren Lasse Svan und Jim Gottfridsson mit sieben Treffern. Der prominente Rückkehrer Henning Fritz (46), der im Saisonendspurt im Tor der SG aushilft, kam erneut nicht zum Einsatz.

Derweil leisteten sich die Rhein-Neckar Löwen beim 30:32 (15:12) beim Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten einen überraschenden Ausrutscher. Die Löwen warten in der Liga seit Ende April auf einen Sieg, in den vergangenen fünf Spielen hatte das Team vier Niederlagen kassiert. In der Tabelle liegen die Mannheimer auf Platz vier hinter Magdeburg - und nur noch drei Zähler vor Verfolger Füchse Berlin, der 28:25 (15:10) beim TVB 1898 Stuttgart gewann.


SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg 33:30 (13:16). - Tore: Svan (7), Gottfridsson (7), Jondal (6), Larsen (5), Golla (4), Rod (3), Hald Jensen (1) für Flensburg - Mertens (7), Magnusson (7), Pettersson (4), Gullerud (4), Damgaard (4), O'Sullivan (2), Preuss (1), Musa (1) für Magdeburg. - Zuschauer: keine


Stimmen zu SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ... zum Spiel: "Bei mir überwiegt die Traurigkeit darüber, dass wir uns heute nicht belohnen konnten. Gerade nach der ersten Halbzeit waren wir voll im Spiel. Dann haben wir den Transport in die zweite Hälfte nicht hinbekommen. Wir sind dennoch immer an ihnen drangeblieben, bis zur 55. Minute immer auf ein Unentschieden geblieben. Dann fehlen uns Kleinigkeiten, um das Ganze in Punkte umzumünzen."

... zum anstehenden Spiel gegen den THW Kiel: "Gerade interessiert mich Kiel nicht. Gerade interessiert mich, dass ich traurig und enttäuscht bin. Ich kann allerdings auch niemanden einen Vorwurf machen. Was wir in den letzten Wochen reinlegen, da ist es schwierig in die Kabine zu gehen und Rumpelstilzchen zu spielen. Klar werde ich gleich den Fokus auf Kiel legen, allerdings haben wir da überraschenderweise sieben Tage Zeit, um uns vorzubereiten. Das ist völlig ungewohnt."

... zur Frage, ob er eine Mannschaft im Meisterschaftskampf bevorzugt (vor dem Spiel): "Nein, das ist mir völlig egal. Das haben nur die beiden Mannschaften zu entscheiden. Wir sollten auf uns selber achten. Wer da zum Schluss Meister wird - die Mannschaften haben es sich erarbeitet, es in der eigenen Hand zu haben und wir nicht."

... zum vorzeitigem Saisonfazit (vor dem Spiel): "Ich finde, bisher ist es schon eine gute Saison. Wenn man eine Spielzeit mit einem Titel abschließt, dazu noch einen internationalen, der erste, den man in der Saison holen kann, dann gibt das ein wenig Sicherheit und Ruhe. Dementsprechend ist das Gefühl auf unserer Seite nicht so schlecht."

... zur Frage, was dem SCM fehlt, um auf Kiel und Flensburg anzuschließen (vor dem Spiel): "Da fehlt noch ein bisschen was. Das haben sich beide Mannschaften über die vergangenen Jahre erarbeitet. Das ist nicht nur ein Resultat dieser außergewöhnlichen Saison, sondern es ist schon länger so, dass beide Mannschaften sich hart duellieren und sich kaum Fehler erlauben können. Das sind die beiden Pioniere, die es in Zukunft gilt, zu bearbeiten und die Lücke zwischen ihnen und dem Rest der Liga zu schließen. Das gilt nicht nur für den SCM, sondern für viele andere."

Lasse Svan (SG Flensburg-Handewitt) ... zum Feiern mit den Fans: "Ich habe nach dem Spiel direkt mit Jim gesprochen, als die Zuschauer gesungen haben. Er sagte, es sei unglaublich, dass wir mit 125 Zuschauern in der Halle auch Gänsehaut bekommen können. Es war unheimlich schön, wieder Fans in der Halle zu haben. Auch wenn es nur 125 sind, es hörte sich nach deutlich mehr an."

... zur Frage, ob ihm bei vier Toren Rückstand das Herz in die Hose rutschte: "Ja natürlich. So ist das aber in der Bundesliga, in den Spitzenspielen. Du musst immer dranbleiben und daran glauben, dass du es drehen kannst. Mit dieser unglaublichen Qualität und Moral, welche wir in der Mannschaft haben, hat man auch eine gewisse Sicherheit, dass man einen Push machen kann. Das haben wir gemacht und es dann gehalten. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, es herrschte Stimmung und gute Moral. Ich bin total zufrieden."

... zur Frage, wie der SCM jetzt für Kiel motiviert werden soll: "Ich hoffe, dass die Jungs selbst genug Motivation haben, uns vielleicht ein wenig zu helfen. Wir machen unsere Sache und hoffen auf Hilfe von irgendwo."

HBL HBL