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TV-Experte glaubt an Ende der Guardiola-Ära bei ManCity

Matthäus zählt Pep an: "Hat die Champions League gestohlen"

31.05.2021 22:36

Lothar Matthäus hat nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit Pep Guardiola abgerechnet. Der Teammanager von Manchester City habe die Niederlage gegen den FC Chelsea (0:1) alleine zu verantworten. Der TV-Experte sieht das Ende einer Ära gekommen.

"Pep allein hat Manchester City um den Pokal gebracht. Er hat durch seine Aufstellung dem Klub und den Fans die Champions League gestohlen und er muss sich die harte Kritik von allen Seiten jetzt zu Recht anhören", erklärte Matthäus in seiner Kolumne bei "Sky".

Er sei sich "sicher, dass intern darüber diskutiert wird, ob man sich von ihm trennt", so der TV-Experte weiter. 

Die City-Stars hätten gar nicht gewusst, wie sie sich positionieren mussten, weil der Spanier sie auf fremden Positionen aufgestellt habe. "Das ist das Schlechteste was ein Trainer nur machen kann. Unerklärlich und unverzeihlich", motzte Matthäus. 

Mit dieser Maßnahme habe Guardiola intern und extern Kredit verspielt, am meisten bei seinen Spielern, mutmaßte der Rekordnationalspieler des DFB.

Dieses Grundvertrauen ließe sich kaum zurückgewinnen. "Ich würde mich nicht wundern, wenn die Zeit von Pep Guardiola bei Manchester City jetzt zu Ende ist."

Matthäus war "geschockt" von Guardiola

Der 50-Jährige habe im denkbar schlechtesten Moment herumexperimentiert. "Er musste mal wieder irgendwas probieren, eine ausgedachte Genialität im schlechtesten Moment präsentieren und hat total verdient verloren", analysierte Matthäus und wurde in seiner Kolumne bei "Sky" noch konkreter: "Wie kann man im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte auf einen defensiven Mittelfeldspieler verzichten, der in fast jeder Partie der Saison auf dem Platz stand, der für die Balance sorgt, der allen Beteiligten die nötige Sicherheit gibt? Wieso hat er Rodri und oder Fernandinho draußen gelassen, sechs Offensive gebracht und auch auf einen Mittelstürmer verzichtet?"

Diese und andere Fragen dürften sich nun auch die Verantwortlichen von Manchester City stellen. Ob der spanische Spitzencoach, dessen Vertrag noch bis 2023 datiert ist, tatsächlich seinen Hut nehmen muss, ist offen. Alternativen gibt es nur wenige. Nach dem Aus von Zinédine Zidane bei Real Madrid hat sich zuletzt jedoch ein prominenter Name auf den Trainermarkt begeben. 

Für Matthäus jedenfalls spricht auch Guardiolas fehlende Selbstreflexion dafür, dass dessen Zeit bei den Citizens abgelaufen ist. "Ich war geschockt, als ich dann auch noch seine Aussagen nach dem Spiel gehört habe. Von Einsicht keine Spur. Ich denke, er würde alles genauso wieder machen."

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