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"Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit kommen werde!"

Das sagen die deutschen CL-Helden nach Chelseas Triumph

30.05.2021 09:39

Mit einem 1:0-Sieg im Champions-League-Endspiel gegen Manchester City hat sich der englische Top-Klub FC Chelsea auf Europas Fußball-Thron gesetzt. Die Londoner überragten mit einer taktisch perfekten Leistung. Hauptverantwortlich für den Coup gegen die favorisierte Star-Trupp von Pep Guardiola war der deutsche Teammanager Thomas Tuchel, der sich im Anschluss an den größten Erfolg seiner Karriere hochemotional zeigte.

Auch die weiteren Mitglieder des großen deutschen Blocks bei den Blues zeigten sich überglücklich über den Gewinn des Henkelpotts. Der Sieg in der Königsklasse bedeutete sowohl für Innenverteidiger Antonio Rüdiger, als auch für Timo Werner und Kai Havertz den größten Triumph der bisherigen Karriere. Alle drei hatten in der Startelf bei Chelsea gestanden und somit einen großen Anteil am Sieg.


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Vor allem Siegtorschütze Havertz sowie Abwehr-Abräumer Rüdiger überragten mit einer Weltklasse-Leistung. Das sind die Stimmen der deutschen Champions-League-Helden in der Siegesnacht von Porto am "Sky"-Mikrofon:

Thomas Tuchel (Teammanager FC Chelsea): "Ich laufe wie durch einen Film. Meine Familie ist hier, meine Kinder, meine Eltern... Das ist das Schönste, ehrlich gesagt. Wenn ich darüber nachdenke, fange ich an zu weinen. Das jetzt so zu teilen mit meinen Eltern, die mich auf jeden Fußballplatz gefahren haben. Mit meiner Frau, die in der Landesliga Süd beim FC Augsburg II an der Bande hinter mir stand und dachte: 'Mit Wem bin ich denn da zusammen?' [...] Ich weiß, wie sehr die sich freuen - und für die ist es jetzt. Das ganze Spiel ist für die Fans, machen wir uns nichts vor! Es ist ein komplett anderes Spiel, wenn Fans da sind. Da gibt's überhaupt keine Zweifel, das ist genial. [...] Es war sauschwierig heute. Wir haben auch Glück gebraucht, um mit einem Zu Null hier rauszugehen. City hat mit mehr Selbstvertrauen begonnen als wir. Trotzdem haben wir es die ganze Zeit gefühlt! Wir sind der Stein im Schuh von City!"

Kai Havertz (Siegtorschütze für den FC Chelsea): "Für mich geht gerade ein Kindheitstraum in Erfüllung. Seit dem ich fünf oder sechs Jahre alt bin, erinnere ich mich an jedes Champions-League-Finale. Ein unfassbares Gefühl! [...] Ich hatte ein bisschen Glück, dass der Ball beim Torwart unten durchrutscht. Der Rest ist einfach ... ich bin sprachlos! Zum Glück hab ich den reingemacht, ansonsten wäre ich wieder der Depp gewesen."


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Timo Werner (Stürmer des FC Chelsea): "Ich habe am Anfang mit Kai [Havertz, Anm. d. Red.] mal ein Interview gegeben, in dem wir gesagt haben: Wir sind nicht hier, um Zweiter zu werden, sondern um Titel zu gewinnen. Jetzt sind wir die erste Saison hier, vielleicht war es nicht immer die beste Saison von uns. Aber ein Spiel entscheidet über die ganze Saison und wir haben diesen Titel gewonnen. Kai hat das Tor gemacht, was will man dazu sagen!? Deswegen wurden wir gekauft, um genau diese Momente zu erleben. [...] Als Thomas Tuchel kam, standen wir wirklich nicht gut da und waren in der Liga abgeschlagen. Niemand hatte mit uns in der Champions League gerechnet. Aber wir haben einfach zusammengehalten und waren eine Gruppe."

Antonio Rüdiger (Abwehr-Abräumer des FC Chelsea): "Ich weiß nicht, was ich sagen soll! Es ist schwierig, zu begreifen! Ehrlich gesagt: Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit kommen werde! Wir waren bereit zu leiden. Wir hatten diese eine Chance, und wir haben sie genutzt. [...] Thomas Tuchel hat einen sehr großen Anteil an allem. Wenn ich über mich sprechen darf: Ich war am Boden! Aber man darf Menschen, die am Boden liegen, nicht unterschätzen. Danke an den Trainer, danke an die Mannschaft, danke an alle!"


Nach einigen Tagen Pause wird das Chelsea-Trio um Havertz, Werner und Rüdiger dann zur deutschen Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Seefeld reisen. Für alle drei Chelsea-Stars bedeutete der Sieg in der Königsklasse der größte Erfolg der bisherigen Vereinskarriere.

Auch für den 47-jährigen Chefcoach Thomas Tuchel war es der erste Gewinn der Champions League. Im Vorjahr hatte er bereits mit Paris Saint-Germain im Endspiel von Lissabon gestanden, damals aber noch knapp mit 0:1 gegen den FC Bayern München verloren.

 

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