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Keine Mega-Transfers beim FC Bayern

Uli Hoeneß: "Die nächsten zwei Jahre werden katastrophal"

28.05.2021 07:59
Uli Hoeneß spricht über die Lage beim FC Bayern
© Eduard Martin via www.imago-images.de
Uli Hoeneß spricht über die Lage beim FC Bayern

Nach dem Abschied von Hansi Flick steht der FC Bayern vor weiteren wichtigen Entscheidungen. Nun haben Vorstandsmitglied Oliver Kahn und Ex-Präsident Uli Hoeneß zu den wichtigsten Themen Stellung bezogen.

Hansi Flick verlässt den FC Bayern im Sommer, um nach der EM Bundestrainer zu werden. Der Rekordmeister fühlte sich vom Wechselwunsch seines Erfolgscoaches offenbar überrumpelt.

"Das war für uns alle eine Überraschung, dass es trotz der vielen Erfolge für ihn offensichtlich immer noch etwas Größeres gibt, nämlich Bundestrainer zu werden", sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Rande der "RTL"-Aufzeichnung zur Hall of Fame des deutschen Fußballs.

Doch die neue Aufgabe habe Flick "gereizt und deswegen haben wir diesem Wunsch von ihm auch stattgegeben", ergänzte Hoeneß. Flick löst seinen früheren Chef Joachim Löw nach der EURO (11. Juni bis 11. Juli) als Bundestrainer ab. Er hat einen Vertrag bis einschließlich der Heim-EM 2024 unterschrieben.

"Weinende Augen" beim FC Bayern

Der designierte Bayern-Boss Oliver Kahn sieht den Abschied des Erfolgstrainers "mit einem weinenden Auge". Flick habe gezeigt, "dass er Titel gewinnen" und "eine Mannschaft mit Top-Stars, mit Persönlichkeiten moderieren kann". Das werde er auch beim DFB beweisen. Die Fans könnten sich "auf viele attraktive" Spiele freuen.

Der Streit mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic war wohl der Hauptgrund für Flicks Abgang vom FC Bayern. "Es ist nicht so, dass wir uns im Rückblick alle auf die Schulter klopfen. Wir haben sicherlich nicht alles richtig gemacht", übte Kahn gegenüber "Sport1" Selbstkritik: "Auch wir werden uns in den nächsten Wochen hinsetzen und zurückschauen, was wir hätten besser machen können."

Der FC Bayern hat unterdessen Julian Nagelsmann als Nachfolger verpflichtet. "Wir holen ihn, weil wir von seiner Qualität überzeugt sind und er sich sehr stark mit dem Verein identifiziert, das war ein wichtiger Aspekt. Es war schon immer ein Traum von ihm, einmal Trainer bei Bayern München zu sein", begründete Kahn die Entscheidung.

"Keine großen Transfers" beim FC Bayern

Allerdings muss Nagelsmann seine Hoffnungen auf prominente Neuverpflichtungen wohl begraben. "Es wird keine großen Transfers geben. Können Sie vergessen. Das wurde so zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auf der letzten Sitzung besprochen", verriet Hoeneß. Bislang hat der Rekordmeister das Verteidiger-Duo Dayot Upamecano und Omar Richards verpflichtet.

Vielmehr möchte der FC Bayern in Zukunft auf seine aktuellen Leistungsträger setzten. Zu denen gehörte zuletzt auch Kingsley Coman. Jedoch kamen zuletzt Wechselgerüchte um den Franzosen auf. Angesprochen auf die Transferspekulationen sagte Hoeneß: "Ich kann nur darauf hinweisen, dass der Spieler noch zwei Jahre Vertrag hat. Alles andere werden wir sehen. Das werden Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic schon richten."

Angesichts der Corona-Krise sieht Hoeneß schwere Zeiten auf den Fußball zukommen. "Die nächsten zwei Jahre werden katastrophal. Weil die wirtschaftlichen Defizite, die aufgelaufen sind und mindestens noch ein Jahr andauern, enorm sind."

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