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Trotz Durchhänger: FC Bayern peilt nächsten Titel an

13.05.2021 12:04
Andrea Trinchieri peilt mit seinem FC Bayern den Pokalsieg an
© Marco Wolf via www.imago-images.de
Andrea Trinchieri peilt mit seinem FC Bayern den Pokalsieg an

Die Basketballer von Bayern München schwächeln seit dem Aus in der EuroLeague. Mit dem Finalturnier um den Pokal am Wochenende soll sich dies wieder ändern. Es ist der zweite Versuch, den ersten Titel auszuspielen.

Die Reise durch Europa war märchenhaft, sie war historisch, aber seit sie zu Ende gegangen ist, hängen die Basketballer von Bayern München durch. Zeit also für ein Machtwort. "Wir sollten es jetzt beenden, über die EuroLeague zu reden", fordert Trainer Andreas Trinchieri: "Die Saison war unglaublich und großartig, wir sind über unsere Limits gegangen und hatten einen fantastischen Lauf. Aber jetzt müssen wir uns auf die Realität fokussieren."

Die Realität: Dem Aus im ersten Viertelfinale einer deutschen Mannschaft in der EuroLeague folgten zwei Niederlagen in der Bundesliga. Erst bei ratiopharm Ulm, dann gegen Vorrundenprimus MHP Riesen Ludwigsburg. Schon nach dem Debakel in Ulm (64:99) schimpfte Trinchieri: "Das sind wir halt momentan: Ein schwaches Team ohne Energie und das Verlangen, Defense zu spielen; ohne das Minimum, das es braucht, um wettbewerbsfähig zu sein." Und er ergänzte: "Es bleibt nicht viel Zeit."

Genau genommen hatten die Münchner nun fünf Tage Pause, um sich wieder auf ihre Stärken zu besinnen. Ab Samstag wird sich zeigen, ob es ihnen gelungen ist. Nachdem vor einem Monat der erste Anlauf, das Endturnier "Top Four" um den deutschen Pokal auszuspielen, wegen Coronafällen bei der BG Göttingen abgebrochen werden musste, folgt am Wochenende nun der zweite Versuch. Die Bayern bestreiten im eigenen Audi Dome das erste Halbfinale - gegen Ulm. (Samstag, 16:00 Uhr/alle Spiele MagentaSport).

Bayern-Trainer mit großem Respekt für Gegner Ulm

Trinchieri ist schon ein wenig unwohl angesichts der jüngsten Durchhänger seiner Mannschaft. "Sie", sagt er respektvoll über die seit nun neun Spielen unbesiegten Ulmer, "sind derzeit das heißeste Team der Bundesliga", und "vor erst einer Woche sind sie einfach so über uns drübergefahren". Was er nicht erwähnte: Seine Starting Five schaute dabei praktisch nur zu, außerdem fehlten die nach wie vor verletzten Guards Nihad Djedovic und Nick Weiler-Babb.

Kleine Schwächephase, starker Gegner - Ziel der Münchner bleibt selbstverständlich das Endspiel am Sonntag (15:00 Uhr), in dem es gegen den Rekord-Pokalsieger (10) und amtierenden Double-Sieger Alba Berlin oder eben die BG Göttingen geht. "Jeder kommt täglich in die Halle, um Titel zu gewinnen. Sie zählen am Ende des Tages, am Ende einer Karriere. Wir wollen gewinnen", betont Zan Mark Sisko, slowenischer Point Guard der Münchner.

Ein Titel wäre zugleich ein wichtiger Fingerzeig für die wenige Tage später beginnenden Play-offs. Die Bayern, nach der Vorrunde lediglich Vierter der Tabelle hinter Ludwigsburg, Berlin und Oldenburg, treffen ab Mittwoch in der Viertelfinalserie nach dem Modus "best of five" auf die Hakro Marlins Crailsheim. Nach ihrem bislang einzigen Pokalsieg 2018 wurden sie anschließend auch Meister. Auch Trinchieri weiß, wie Double geht: 2017 gewann er es mit Brose Bamberg.