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Mercedes verweist auf Wolff-Aussagen

Bottas droht angeblich Blitz-Aus - Schumacher skeptisch

05.05.2021 11:12

Nach nur drei Rennen der neuen Formel-1-Saison ist Mercedes-Pilot Valtteri Bottas schwer angezählt - schon wieder. Englische Medien berichten, dass die Silberpfeile vorzeitig die Notbremse ziehen und sich von ihrer Nummer zwei trennen könnten. Der Rennstall hält derweil an seiner Linie fest und verweist auf die Aussagen von Teamchef Toto Wolff. Der ehemalige F1-Pilot Ralf Schumacher hält nicht viel von den neuen Spekulationen.

Pole Position verspielt, Verstappen ziehen lassen und die schnellste Runde nur mit Glück und dank der Regelhüter ins Ziel gebracht: Für Valtteri Bottas lief auch beim Großen Preis von Portugal einiges schief. 

Es passt ins Bild, denn auch in Imola (Ausfall) und Bahrain (Platz drei) holte der Finne aus dem W12 nicht das Optimum heraus. Den Titel, so viel scheint jetzt schon klar, muss der 31-Jährige wieder frühzeitig abschreiben. Der Finne liegt bereits 37 Punkte hinter Lewis Hamilton und ist in der Fahrerwertung nur Vierter.

Dass die Mercedes-Bosse mit der Ausbeute der Nummer 77 nicht zufrieden sein können, liegt auf der Hand. Bei Toto Wolff und Co. soll Bottas seinen Kredit langsam aber sicher sogar schon verspielt haben. Ein Insider hat der "Daily Mail" verraten, dass das Team den Glauben an den Finnen zusehends verliert. Sein vorzeitiges Aus sei demnach eine Option.

Mercedes verweist auf Aussagen von Toto Wolff

"In der Fabrik ist man mit Valtteri unzufrieden", zitiert die "Mail" den namentlich nicht genannten Insider. Bottas sei der Sache einfach nicht gewachsen, so der Vorwurf: "Das wurde noch deutlicher durch den Auftritt von Russell in Bahrain."

Beim Großen Preis von Bahrain war George Russell im letzten Jahr für Lewis Hamilton eingesprungen. Obwohl der junge Engländer kaum Vorbereitungszeit hatte, fuhr er Bottas im Rennen davon. Nur maximal unglückliche Umstände verhinderten damals den Sieg des Williams-Piloten. 

Mercedes wollte auf Anfrage von RTL nicht näher auf die Gerüchte eingehen, sondern verwies vielmehr auf die unterstützenden Aussagen von Teamchef Toto Wolff nach dem Portugal-Rennen. Dieser hatte dem Finnen keinerlei Vorwurf gemacht, dass er von Teamkollege Lewis Hamilton und Red-Bull-Pilot Max Verstappen überholt wurde. "Er hat die Pole geholt und ist ein solides Rennen gefahren", so Wolff, der zugleich klarstellte. "Und dann haben wir ihm beim Motor im Stich gelassen, der in einen Sicherheitsmodus gegangen war."

Schumacher hält nichts von den Gerüchten

Der langjährige Formel-1-Pilot und heutige "Sky"-Experte Ralf Schumacher äußerte zudem gegenüber "F1-Insider" seine Zweifel, dass an den Spekulationen etwas dran ist.

"Es macht keinen Sinn, Valtteri während der Saison auszutauschen. Natürlich ist Bottas nicht so stark wie Hamilton, das sind Wenige. Aber im Vergleich zu Imola hat er sich in Portugal klar gesteigert und auch aus dem Tief herausgekämpft", so Schumacher, der zudem darauf verwies, dass sich der Finne immerhin die Pole Position geschnappt hatte.

Um einen so drastischen Schritt im Team-Gefüge zu gehen, sei es "noch viel zu früh in der Saison". Zudem bringe "ein Tausch mehr Unruhe ins Team, als dass er hilft. Denn auch Hamilton würde sich über einen Russell als Teamkollegen wohl eher nicht freuen".