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Toyota erklärt Kobayashis bizarren Ausritt

02.05.2021 12:05
Der Toyota GR010 Hybrid #7 rutschte eine Kurve später bis ins Kiesbett
© MST
Der Toyota GR010 Hybrid #7 rutschte eine Kurve später bis ins Kiesbett

Kein Fahrfehler! Der rennentscheidende Moment bei den 6 Stunden von Spa, dem Start ins Hypercar-Zeitalter der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2021, ist wohl auf ein technisches Problem zurückzuführen.

Kamui Kobayashi segelte mit dem Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) in Führung liegend im Kiesbett. Der Ausritt sah äußerst seltsam aus, weil der Japaner scheinbar nicht einmal den Versuch unternehmen konnte, mit dem Toyota noch verspätet in die Kurve einzulenken.

"Die Vorderreifen haben blockiert und ich konnte sie nicht mehr lösen. Ich weiß nicht, warum", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot gegenüber 'Autosport'.

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon spricht ebenfalls von einer "Tendenz, die Vorderräder zu blockieren" und nimmt damit Kobayashi aus der Schussbahn.

Er sagt aber auch, dass es unmöglich sei, genau zu bestimmen, was zu dem Abflug geführt habe, solange nicht weitere technische Analysen vorgenommen werden.

Die Startnummer 7 hatte die ganze Spa-Woche über immer wieder Probleme. So verpassten Kobayashi, Mike Conway und Jose-Maria Lopez beispielsweise den kompletten ersten Testtag.

Es handelt sich um ein komplett neues Chassis, das noch unerprobt war. Der Toyota #8 (Buemi/Nakajima/Hartley) war der Bolide, mit dem Toyota Gazoo Racing die Testfahrten vorgenommen hat.

Conway/Kobayashi/Lopez beendeten das Rennen auf Rang drei nach weiteren Verbremsern, die auch zu einer Kollision mit dem Porsche #91 (Bruni/Lietz) führten. Das zog eine Strafe nach sich, die aber nach dem Ausritt verhängt wurde und dadurch nur noch kosmetischen Charakter hatte.