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Corona vor EM-Finale: Hiobsbotschaft für Lamsfuß

02.05.2021 10:42
Mark Lamsfuß ist am Sonntagmorgen positiv getestet worden
© unknown
Mark Lamsfuß ist am Sonntagmorgen positiv getestet worden

Quarantäne statt Finale: Mark Lamsfuß ist am Sonntagmorgen vor dem Finale im Herrendoppel bei der Badminton-EM in Kiew wie auch der Olympiadritte Viktor Axelsen aus Dänemark und ein Schiedsrichter positiv auf Corona getestet geworden. Lamsfuß konnte damit nicht am Nachmittag gemeinsam mit Marvin Seidel zum Endspiel antreten.

"Ich bin sehr enttäuscht und traurig", sagte Lamsfuß, der im Mixed an der Seite von Isabel Herttrich Bronze gewonnen hatte, "wir waren in Topform, wir hätten Gold gewonnen."

Lamsfuß/Seidel hätten als erst zweites deutsches Herrendoppel nach Willi Braun/Roland Maywald (1972 und 1974) Europameister werden können. Es wäre zugleich das erste deutsche EM-Gold nach dem Triumph des Bonners Marc Zwiebler 2012 gewesen.

Lamsfuß wurde wie auch der zweimalige Europameister Axelsen und der Offizielle in Kiew in die Isolation geschickt. Gleiches galt für Herttrich und Seidel als Kontaktpersonen. "Es tut mir für Mark und Marvin wirklich leid", sagte Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), "diese Nachricht heute morgen war ein Schock. Aber wir wussten um die Risiken unter diesen Umständen. Das müssen wir akzeptieren."

Lamsfuß und Seidel standen in Kiew vor dem größten Erfolg ihrer Karriere. Am Samstag hatte das Duo im Halbfinale die topgesetzte Titelverteidiger Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen aus Dänemark mit 2:0 (23:21, 21:17) bezwungen. Nach dem positiven Coronatest tritt der 27-Jährige nun mit Silber und Bronze nach der Quarantäne die Heimreise an.

Auch Viktor Axelsen musste sich mit der Silbermedaille begnügen. Sein Einzelfinale gegen Landsmann Anders Antonsen wurde ebenfalls abgesagt. Damit fanden am Sonntag nur noch drei Finals statt.