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ATP-Turnier in München

"Bin sehr enttäuscht": Struff verliert sein erstes Finale

02.05.2021 15:47
Jan-Lennard Struff konnte sein starkes Turnier nicht krönen
© Juergen Hasenkopf via www.imago-images.de
Jan-Lennard Struff konnte sein starkes Turnier nicht krönen

Jan-Lennard Struff erreicht beim ATP-Turnier in München erstmals ein Endspiel - doch der Traum vom ersten Sieg erfüllt sich nicht.

Jan-Lennard Struff war bitter enttäuscht, das war nicht zu übersehen, obwohl er bei der Siegerehrung eine schwarze Maske trug. Erstmals hatte er im 171. Anlauf das Endspiel eines ATP-Turniers erreicht - doch der Traum vom ersten Titel nach acht Jahren auf der Tour erfüllte sich nicht.

"Ich bin sehr enttäuscht, ich hätte sehr, sehr gerne in Deutschland gewonnen", bestätigte er nach einem umkämpften 4:6, 6:7 (5:7) im Finale von München, in dem Nikolsz Basilashvili aus Georgien dennoch der bessere Mann war.

"Ich habe alles gegeben", betonte Struff, aber sein Gegner ließ ihm praktisch keine Chance: Einen einzigen Breakball gestand der 35. der Weltrangliste zu - und wehrte ihn ab. "Er hat brutal serviert", stellte der 31 Jahre alte Warsteiner fest.

Zugleich betonte er: "Trotzdem war es eine gute Woche. Aber das werde ich vielleicht erst in den nächsten ein, zwei Tagen merken." Dann wird Struff bereits beim Masters in Madrid sein, bei seinem dann 172. Anlauf, ein Turnier zu gewinnen.

Wie bei seinem Zweisatzsieg (6:4, 6:1) im Halbfinale gegen den Zverev-Bezwinger Ilia Ivashka (Belarus) erwischte Struff einen schwachen Start. Der 44. der Weltrangliste verlor die ersten acht Punkte und fand gegen den starken Georgier nicht ins Match zurück. Im ersten Satz erspielte sich Struff keinen Breakball.

Nach einer halbstündigen Regenunterbrechung bei 2:4 im ersten Satz änderte Struff seinen Matchplan ein wenig und rückte häufiger ans Netz vor. Basilashvili aber spielte etwas präziser, beging auch weniger Fehler als die deutsche Nummer zwei. Erst Mitte des zweiten Satzes ließ er den ersten Breakball zu, Struff konnte diesen jedoch nicht zum 4:2 nutzen, eine weitere Chance bekam er nicht. Im Tiebreak blieb Basilashvili dann souverän.