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Kuriose Story um Nationalspieler des FC Bayern

Carl Zeiss Jena lehnte Süle-Verpflichtung ab

28.04.2021 14:36
Niklas Süle trägt seit 2017 das Trikot des FC Bayern
© Stefan Matzke
Niklas Süle trägt seit 2017 das Trikot des FC Bayern

Seit 2017 spielt Niklas Süle für den FC Bayern. Dabei hätte die Karriere des Innenverteidigers auch komplett anders verlaufen können. Schließlich wäre der heutige Nationalspieler einst fast beim FC Carl Zeiss Jena gelandet.

Zwischen 2006 und 2009 durchlief Süle mehrere Jugendteams von Eintracht Frankfurt. Allerdings war der Abwehrspieler bei den Hessen offenbar unzufrieden, weshalb sich Süle im Herbst 2009 nach einem neuen Verein umschaute.

"Er wollte aus Frankfurt weg, wir haben ihn eingeladen", verriet Jena-Scout Miroslav Jovic gegenüber der "Bild". Da Süle schon in der U14 äußerst zweikampfstark war, vereinbarte der FC Carl Zeiss kurzerhand ein Probetraining mit dem damaligen Talent.

Allerdings fiel Süle bei den Thüringern durch. Zwar überzeugte der Defensivspezialist die Trainer mit seiner Schnelligkeit und technischen Finesse, jedoch waren die Verantwortlichen mit dem Passspiel sowie der Übersicht des Teenagers unzufrieden.

Über die TSG Hoffenheim zum FC Bayern

Darüber hinaus fiel Süle damals mit seiner forschen Art auf. Im Rahmen des Probetrainings füllte der Rechtsfuß einen Bogen aus. Auf die Frage nach seinen Stärken antwortete der Teenager schriftlich: "Die wird man im Training sehen."

"Selbstbewusst war Niklas schon damals", blickte Jovic fast zwölf Jahre später zurück. Letzten Endes entschied sich der FC Carl Zeiss Jena gegen Süle.

Über einen kurzen Aufenthalt beim SV Darmstadt 98 zog es den Verteidiger zur TSG Hoffenheim. Der Wechsel in das Kraichgau entpuppte sich für Süle als wahrscheinlich wichtigster Schritt seiner Karriere, immerhin feierte der 25-Jährige in Hoffenheim 2013 sein Bundesligadebüt.

Während sich Süle vier weitere Jahre später dem FC Bayern anschloss, ist der FC Carl Zeiss Jena mittlerweile in die Regionalliga abgerutscht. Nachwuchsscout Jovic stellt sich derweil immer noch die eine Frage: "Hätte er bei uns auch so eine Karriere gemacht?".

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