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Ingolstadt schockt auch Berlin - Mannheim siegt

27.04.2021 13:17
ERC Ingolstadt frohlockt nach Sieg über Eisbären Berlin
© O.Behrendt via www.imago-images.de
ERC Ingolstadt frohlockt nach Sieg über Eisbären Berlin

Favoritenschreck ERC Ingolstadt hat wieder zugeschlagen. Nach Titelkandidat Red Bull München droht auch dem Nord-Spitzenreiter Eisbären Berlin das Aus.

Der "Drachentöter" hat sein nächstes Opfer angeschossen. Nachdem Trainer Doug Shedden mit dem Favoritenschreck ERC Ingolstadt bereits den Mitfavoriten Red Bull München "erlegt" hat, droht jetzt auch dem Nord-Ersten Eisbären Berlin das Playoff-Aus in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

"Ich liebe Berlin, aber ich muss nicht unbedingt hierher zurückkommen", sagte der kanadische Coach nach dem 4:3-Coup des Außenseiters in der Hauptstadt bei "MagentaSport" - und es klang wie eine Drohung. Mit einem weiteren Erfolg am Mittwoch (20:30 Uhr) in Ingolstadt hätte der Hauptrundendritte aus dem Süden erstmals seit 2015 wieder das Finale erreicht.

Shedden, ein Freund der bildhaften Sprache, hatte nach den zwei Siegen im Viertelfinale gegen München gesagt: "Es fühlt sich an, als hätten wir gerade einen Drachen erlegt." Zuvor hatte er München als "King Kong der Liga" bezeichnet und gefordert, sein Team müsse "wie Godzilla" spielen.

Insofern passte es, dass ein "Playoff-Monster" den Sieg in Berlin sicherte: Ausgerechnet der Ex-Eisbär Louis-Marc Aubry war mit drei Toren und einer Vorlage der Ingolstädter Matchwinner. Mit bereits acht Punkten in drei Spielen führt der 29-Jährige die Scorerliste der Meisterrunde an und macht seinem Spitznamen alle Ehre.

"In den Playoffs gegen mein altes Team - da will ich alles bringen, was ich habe", sagte der Kanadier, der die Eisbären 2018 mit 19 Punkten in 18 Playoff-Spielen ins Finale geführt hatte, das erst in Spiel sieben gegen München verloren ging.

DEL: Adler Mannheim siegt standesgemäß gegen Grizzlys Wolfsburg

Für den Favoriten nach Plan lief dagegen der Auftakt im anderen Halbfinale. Nicht zuletzt dank ihres überragenden Torhüters Dennis Endras siegten die Adler Mannheim, punktbestes Team der Hauptrunde, 4:1 gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Der 35-jährige Endras, der mehrere hochkarätige Chancen mit spektakulären Paraden zunichte machte, wollte von einem Sonderlob aber nichts hören. "Ah, Schmarrn", sagte der Allgäuer, der 2010 als "Eis-Titan" die deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-WM sensationell ins Halbfinale geführt hatte.

Vielmehr freute Endras sich darüber, anders als im Viertelfinale gegen die Straubing Tigers das erste Spiel der kurzen "Best-of-three"-Serie gewonnen zu haben.

"Das ist immer schwer, ich bin froh, dass wir's haben", meinte er und forderte mit Blick auf die zweite Partie am Mittwoch (18:30 Uhr): "Gar nicht so viel nachdenken, was ist wenn. Wir müssen Spaß an der ganzen Sache haben. Es ist immer noch ein Privileg, Eishockey spielen zu dürfen."

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