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"Einfach geil": Toba und Dauser setzen EM-Glanzlichter

22.04.2021 17:44
Gute Leistung von Andreas Toba
© Schreyer via www.imago-images.de
Gute Leistung von Andreas Toba

Die Routiniers Andreas Toba und Lukas Dauser haben bei den Kunstturn-Europameisterschaften in Basel in der Qualifikation die Glanzlichter gesetzt. Der 30 Jahre alte Hannoveraner Toba behauptete nach dem zweiten von drei Qualifikations-Durchgängen am Reck etwas überraschend die Spitze. Nicht ganz unerwartet kam Dausers erster Platz am Barren, der Unterhachinger war bereits bei der Heim-WM 2019 in Stuttgart Achter geworden.

"Es war einfach geil, endlich mal wieder einen Wettkampf zu turnen", sagte Toba, der in seiner langen Karriere bislang selten als Reck-Spezialist aufgefallen war: "Mit 30 zum ersten Mal bei einer EM im Reck-Finale, das hat schon was."

Noch dominanter trat der vier Jahre jüngere Dauser an seinem Spezialgerät auf. Der Sportsoldat erhielt 15,066 Punkte für seine Übung, höher bewertet wurde in der St.-Jakobshalle nur der Grieche Eleftherios Petrounias an den Ringen (15,366). Die beiden Gerätefinals werden am Sonntag ausgetragen.

Dauser und sein Unterhachinger Vereinskollege Felix Remuta erreichten darüber hinaus mühelos das Mehrkampf-Finale. Die Königsdisziplin findet am Freitag (17:00 Uhr) statt. "Da will ich es ein bisschen besser machen", sagte Dauser, der zwar am Barren glänzte, aber beim Sprung gepatzt hatte.

Am Samstag könnte auch Nick Klessing an den Ringen um die Medaillen mitkämpfen. Der Polizeibeamte aus Halle durfte mit Rang sechs im Zwischenklassement sehr zufrieden sein. Die jeweils acht besten Athleten erreichen den Endkampf, alle starten wieder bei null Punkten.

Weniger Glück hatte der 22-Jährige beim Sprung, wo er den von ihm erfundenen gehockten Doppelsalto nicht sauber stehen konnte und ausschied. Wirklich traurig war er deswegen nicht: "Es war ein Experiment, ich hatte noch nichts Großartiges erwartet."