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TV-Experte nimmt Rookies in Schutz

"Lächerlich!" Surer schießt gegen die Formel 1

22.04.2021 15:44
Marc Surer nimmt die Rookies der Formel 1 in Schutz
© unknown
Marc Surer nimmt die Rookies der Formel 1 in Schutz

Die ersten beiden Rennwochenenden liefen für Mick Schumacher, Nikita Mazepin und Yuki Tsunoda durchwachsen. Die drei Formel-1-Rookies wussten hier und da zwar durchaus zu überzeugen, allerdings leistete sich jeder der drei Neulinge auch den ein oder anderen groben Fehler. TV-Experte Marc Surer sieht die Gründe dafür in den neuen Regularien der Königsklasse.

Schumacher erwischte es in Bahrain und Imola, Tsunoda crashte und drehte sich in Italien, Mazepin zeigte schon bei den Testfahrten in Bahrain, dass er Schwierigkeiten hat, seinen Formel-1-Boliden auf der Strecke zu halten: Für die drei Rookies ist die Umstellung von der Formel 2 auf die Königsklasse eine enorme Herausforderung. Marc Surer glaubt: Die neuen Regularien haben den Youngstern den Einstieg in die Formel 1 extrem erschwert.

"Das Problem sind die Test-Regularien", sagte der erfahrene TV-Experte im Gespräch mit "Formula1News": "Wie kann man davon ausgehen, dass sich ein junger Fahrer in nur eineinhalb Tagen auf ein Auto einstellt?", fragte Surer, der sich damit auf die reduzierte Testzeit in diesem Jahr bezog. Während den Teams in der Vergangenheit sechs Tage zum Testen zur Verfügung standen, waren es 2021 nur drei. 

Surer zweifelt an Mazepin

Für einen jungen Fahrer sei ein so kurzer Test-Zeitraum "lächerlich", beschwerte sich der Schweizer. In so kurzer Zeit könne sich ein Neuling im Auto gar nicht wohl fühlen: "Eineinhalb Tage ist das Maximum, das ein Fahrer bekommt. So sollte eine Weltmeisterschaft nicht organisiert sein."

Auch und vor allem aus diesem Grund hätten alle drei Fahrer schon grobe Fehler gemacht, analysierte der TV-Experte und ehemalige Rennfahrer: "Ich finde es einfach falsch, ihnen nicht mehr Zeit im Auto zu geben."

Etwas anders sieht Surer die Lage bei Haas-Rookie Nikita Mazepin. Der Russe zeigte sich in seinen ersten Einsätzen nochmal deutlich fehleranfälliger als Schumacher und Tsunoda. Aus diesem Grund erklärte der Schweizer: "Ich bin mir noch nicht sicher, ob er in die Formel 1 gehört."