powered by powered by N-TV
Heute Live
sport.de - powered by powered by N-TV

DHB-Frauen wollen WM-Ticket lösen

19.04.2021 14:19
Setzen sich die DHB-Frauen auch im Rückspiel gegen Portugal durch?
© Tony Dias via www.imago-images.de
Setzen sich die DHB-Frauen auch im Rückspiel gegen Portugal durch?

Das WM-Ticket ist für die deutschen Handballerinnen greifbar nah - und wohl nur noch Formsache. Die wirkliche Arbeit wartet anschließend.

Emily Bölk und Co. müssen ihr WM-Ticket eigentlich nur noch abholen, doch Henk Groener forderte vor dem entscheidenden Rückspiel gegen Portugal lieber noch einmal höchste Konzentration. "Die gestandenen Spielerinnen müssen vorangehen und werden vorangehen", sagte der Bundestrainer mit Blick auf die unverändert dünne Personaldecke bei den deutschen Handballerinnen.

Ernsthafte Zweifel an der erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Spanien (2. bis 19. Dezember) bestehen vor dem Playoff-Rückspiel am Dienstag (17:30 Uhr) in Hamm aber nicht. Einen Fünf-Tore-Puffer nimmt die DHB-Auswahl mit aus dem Hinspiel (32:27), und auch die spielerische Klasse des krassen Außenseiters war am vergangenen Samstag alles andere als angsteinflößend.

Dennoch will Groener eine bessere Leistung als im portugiesischen Luso sehen, wo sein Team gegen den zweitklassigen Gegner vor allem nach der Pause erhebliche Schwächen in der Defensive offenbarte. "Wir haben darüber gesprochen. Unser Ziel ist es, diese Punkte jetzt im Rückspiel besser zu machen", sagte Groener bei einem virtuellen Medientermin am Montag.

Sonderlob für Neu-Kapitänin Bölk

Angeführt werden die DHB-Frauen, die weiterhin auf sechs Top-Spielerinnen verzichten müssen, erneut von der erst 22-jährigen Bölk, die interimsweise das Amt der Kapitänin nach dem Rücktritt von Kim Naidzinavicius inne hat. "Sie ist noch jung, aber sie hat schon in den vergangenen Turnieren gezeigt, dass sie mit viel Energie vorangeht. Auch außerhalb des Spielfelds ist sie präsent", lobte Groener.

Eine Entscheidung über eine langfristige Lösung bei diesem Thema soll im Mai fallen. Dann beginnt ohnehin erst die wirkliche Arbeit. In drei Lehrgängen hat Groener ausreichend Zeit, um sein dann wohl komplettes Team nach den Abschieden von Naidzinavicius und Kreisläuferin Julia Behnke auf das Mega-Turnier im Winter mit 32 Teams vorzubereiten.

Nach bislang drei Turnieren unter der Leitung des Niederländers will die DHB-Auswahl, der immer wieder ihr riesiges Potenzial bescheinigt wird, die aber zuletzt bei der EM 2008 in den Medaillenspielen eines großen Turniers stand, endlich den Schritt in die Weltspitze schaffen. "Die WM ist der nächste Gradmesser, um zu zeigen, wo wir stehen", sagte Groener.

Zuvor müssen die DHB-Frauen in Hamm aber ihre Hausaufgaben erledigen.

WM Quali. Europa Frauen WM Quali. Europa Frauen