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BR Volleys prüfen Umzug nach "megageilem" Titel

16.04.2021 13:54
Die Berlin Volleys haben den Titel geholt
© Andreas Gora
Die Berlin Volleys haben den Titel geholt

Mit einer Machtdemonstration haben sich die Berlin Volleys im Eiltempo ihre elfte Meisterschaft geholt. Der Titel-Rekord von Dauerrivale VfB Friedrichshafen kommt immer näher - ein Umzug der Berliner in eine andere Liga rückt derzeit in den Hintergrund.

Mit Bierflaschen in der Hand und zu Tönen von "I Want It That Way" von den Backstreet Boys feierten die BR Volleys ausgiebig ihre elfte Meisterschaft.

Viel Schlaf bekamen die Berliner Volleyballer nach einer langen Partynacht im Mannschaftsbus definitiv nicht. "Es ist megageil, ich bin so happy. Erstmal wird getrunken, dann werden die Füße hochgelegt", freute sich Nationalspieler Anton Brehme vor der fast 750 Kilometer langen, aber kurzweiligen Fahrt vom Bodensee in die Hauptstadt.

Mit einer Machtdemonstration gegen den Dauerrivalen VfB Friedrichshafen waren die Berliner zu ihrem fünften Titel in Serie gestürmt. Im ewigen Duell mit dem Rekordmeister - seit 2013 stehen sich die beiden Spitzenklubs im Finale gegenüber - ließ der Branchenprimus um Trainer Cedric Enard wenig anbrennen und entschied die "Best of five"-Serie klar mit 3:0 für sich.

"Das war sehr beeindruckend von unserer Mannschaft", sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand dem "SID". Der siebte Titel in den vergangenen acht Jahren macht in Berlin jedenfalls Lust auf mehr, die Bestmarke des VfB (13) ist in Reichweite. "Zweimal müssen wir noch, um den Rekord einzustellen. Das ist das große Ziel", sagte Niroomand.

Und eigentlich wäre seine Mannschaft "schon bei zwölf" Titeln, fügte er hinzu, wäre die vergangene Saison wegen Corona nicht abgebrochen worden. Die Aufholjagd will Niroomand auf jeden Fall fortsetzen, auch wenn ein Umzug in die polnische PlusLiga immer noch ein Thema ist.

BR Volleys denken über "Alternativplan" nach

"Wir müssen in unserer Situation immer über einen Alternativplan nachdenken", betonte der 68-Jährige, weil sich die Berliner in Bezug auf Zuschauer, Etat und Organisation "sehr gut entwickelt" hätten. Aber: "Mein Gefühl ist gegenwärtig wesentlich besser als letztes Jahr um diese Zeit."

Die Liga habe sich "erfreulicherweise" im letzten Jahr "sehr gut entwickelt", das "lässt hoffen, dass wir den Volleyball in Deutschland in Zukunft noch einen Schritt weiterbringen können", sagte Niroomand: "Wünschenswert wäre für mich, dass wir gar nicht über Alternativen nachdenken müssen."

Sportlich wie wirtschaftlich sehe er den Klub in einer "Sandwich-Situation". In Deutschland dominieren die Berliner weitgehend das Geschehen, "während wir international nur einen halben Schritt nach vorne gemacht haben", erklärte Niroomand.

In der Champions League war im Viertelfinale gegen den italienischen Topklub Trentino Endstation. Der internationale Teil sei "sehr wichtig", sagte Niroomand, da gebe es noch Unterschiede.

In der kommenden Saison werden die Volleys wieder "eine sehr starke Mannschaft" aufstellen, spätestens dann will Niroomand auch in der Königsklasse "noch ein Stück weiterkommen". Zumindest der in der Finalserie überragende US-Star Benjamin Patch sowie Kapitän Sergej Grankin aus Russland werden mit Sicherheit an Bord sein.

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