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DOSB-Boss erhöht Druck in Impfdebatte

13.04.2021 16:26
DOSB-Präsident Alfons Hörmann
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann

DOSB-Präsident Alfons Hörmann erhöht gut drei Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio in der Impffrage den Druck auf die Politik.

"Wir sehen mit Beginn des zweiten Quartals und 100 Tage vor den Spielen den Zeitpunkt gekommen, an dem wir dringend eine klare Konzeption mit der Politik erarbeiten müssen", sagte der 60-Jährige im "SID"-Interview.

Hörmann hofft, "dass in den Monaten Mai und Juni in einem sauberen und abgestimmten Maßnahmen- und Terminplan die Gesamtimpfung für die rund 800 Teammitglieder des Team D umgesetzt werden kann".

Bislang seien lediglich 15 Prozent der Teammitglieder geimpft, führte Hörmann aus. In einer aktuellen Umfrage hätten allerdings 90 Prozent ihr Interesse an einer Impfung bekundet. Demnach gebe es diesbezüglich noch viel Arbeit. "In dem Punkt hoffen wir auf die aktive Unterstützung der Politik", sagte Hörmann.

Auf der anderen Seite hätten sich acht Prozent des Team D "aus verschiedensten Gründen" gegen eine Impfung ausgesprochen. "Die meisten deshalb, weil sie eine Leistungsbeeinträchtigung durch die Impfung vor den Spielen sehen", sagte der Spitzenfunktionär: "Das wird selbstverständlich akzeptiert. Wir haben von Anfang an gesagt, es gibt keine Pflicht."

Die gebe es von Seiten des IOC bislang auch nicht. Jedoch eine "dringende Empfehlung, dass der Großteil, im Idealfall alle Athleten und Betreuer geimpft anreisen", erklärte Hörmann.

In der vergangenen Woche habe es zum generellen Austausch einen Call mit über 250 Teammitgliedern gegeben. Dabei sei klar geworden, dass den Athleten neben gesundheitlichen Aspekten vor allem die Themen Fairplay und Gerechtigkeit Sorgen bereiten. Diesbezüglich beschäftige sie sowohl "der weltweite Prozess der Qualifikationen und Nominierungen" als auch die Frage, ob in der Anti-Doping-Strategie "starke Ungleichgewichte zwischen Kontinenten und Ländern" bestünden, sagte Hörmann.