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Mit Blick auf 2022

Mercedes muss "knifflige Entscheidungen" treffen

12.04.2021 21:08
Auch Toto Wolff muss eine Balance zwischen 2021 und 2022 finden
© Steve Etherington via www.imago-images.de
Auch Toto Wolff muss eine Balance zwischen 2021 und 2022 finden

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat zugegeben, dass die Entscheidung, wann sich das Team komplett auf die Entwicklung des Formel-1-Autos für 2022 konzentrieren wird, nicht leicht zu treffen ist. Das Weltmeister-Team der vergangenen sieben Jahre stehe damit aber nicht alleine da, glaubt der Österreicher.

"Es ist für alle Teams das Gleiche, die Ressourcen zu verteilen zwischen dem aktuellen Auto samt Power Unit und dem nächstjährigen", sagt Wolff in einem Interview mit der englischsprachigen Ausgabe von "Motorsport.com".

Die Formel 1 bekommt im kommenden Jahr ein neues Gesicht. Die technischen Regularien werden komplett auf den Kopf gestellt, neue Boliden mit Bodeneffekt halten Einzug in die Königsklasse.

Kleine Teams legen Fokus bereits voll auf 2022

Das Haas-Team hat bereits sämtliche Entwicklung am aktuellen Auto eingestellt und seine Ressourcen vollends auf 2022 ausgelegt. Auch Williams erklärte jüngst, am diesjährigen Boliden nur noch Kleinigkeiten zu entwickeln. Der Traditionsrennstall wolle die Chance im kommenden Jahr "nicht opfern", sagte Jost Capito.

So einfach ist die Situation im direkten WM-Kampf allerdings nicht. Je früher die Entwicklung am aktuellen Auto eingestellt wird, desto größer kann der Nachteil im Laufe der Saison werden.

"Es ist klar, dass man es sich nicht leisten kann, 2021 nicht zu liefern. Aber gleichzeitig werden die 2022er-Regeln einige Jahre Bestand haben. Wenn du da mit einem Rückstand beginnst, ist es sehr schwierig, das wieder aufzuholen. Es wird einige Zeit dauern, bis sich die Kräfteverhältnisse angleichen", erklärt Wolff.

Dementsprechend seien "knifflige Entscheidungen" zu treffen, "die wir immer wieder neu bewerten", betont der 49-Jährige.

Wolff: 2021 "fühlt sich anders an"

Im Vergleich zu den Vorjahren, als Mercedes von Beginn an die dominante Kraft war, hat sich das Kräfteverhältnis in diesem Jahr etwas verschoben. Red Bull ist gleichauf mit den Silberpfeilen. "Es fühlt sich anders an", sagt Wolff. Die Regeländerungen am Unterboden haben Teams wie Mercedes, deren Autos einen flacheren Anstellwinkel besitzen, hart getroffen.

"Es war schon klar, als wir die Autos erstmals auf der Strecke hatten. Aber es ist, wie es ist. Wir müssen jetzt das Beste daraus machen", sagt Wolff.