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Berger erwartet DTM-Titel von Neffe Lucas Auer

12.04.2021 14:47
Gerhard Berger setzt seinen Neffen unter Druck
© MST
Gerhard Berger setzt seinen Neffen unter Druck

DTM-Boss Gerhard Berger fordert dieses Jahr von seinem Neffen Lucas Auer, der beim ersten Test in Hockenheim die Bestzeit aufstellte, nicht weniger als den Titel in der DTM.

"Normalerweise versuche ich ja immer, Lucas vor dem Druck zu verschonen", holt der Österreicher aus. "Aber in dem Fall muss ich sagen: Ich traue ihm zu, die Meisterschaft zu gewinnen. Und er muss sie gewinnen."

Doch wieso ist die Ausgangslage für Berger so klar? "Er sitzt in einem Topteam, in einem Topfahrzeug. Und er hat inzwischen hervorragende Erfahrung in verschiedenen Serien, vor allem aber auch in der DTM", erklärt der 61-Jährige. "Ich würde ihn auf alle Fälle als einen der Meisterschaftskandidaten sehen."

Beim ersten Test mit seinem neuen Winward-Team bestätigter der fünfmalige DTM-Sieger schon mal, dass er auch im GT3-Fahrzeug schnell sein kann: Auer fuhr in 1:36.153 mit der weicheren Michelin-Mischung die absolute Bestzeit der zwei offiziellen Testtage - vor fünf weiteren Mercedes-AMG-Piloten.

DTM: Lucas Auer relativiert Aussagen von Gerhard Berger

Dennoch relativiert er die Aussagen seines Onkels. "Für mich kommen die Aussagen viel zu früh", sagt der 26-jährige Kufsteiner auf Nachfrage von "Motorsport-Total.com". "Wir haben jetzt gerade mal den ersten offiziellen Test hinter uns und haben ein paar wirkliche GT3-Spezialisten dabei. Wo wir wirklich stehen, sehen wir am Samstag und am Sonntag beim ersten Rennen in Monza. Und wahrscheinlich muss man auch dann noch ein paar Events abwarten, um zu sehen, wie konstant man dann ist."

Mit seiner Winward-Mannschaft, die dieses Jahr auch auf den unter Schweizer Flagge fahrenden Briten Philip Ellis setzt, ist er aber zufrieden: "Wir sind ein tolles Team, haben ein tolles Gesamtpaket und können uns gegenseitig ans Limit pushen."

Auch Toto Wolff äußert sich zum Thema

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht Bergers Aussage mit Augenzwinkern - und scherzt gegenüber "ORF Sport Plus" in Richtung seines Landsmannes: "Der ist immer nur negativ". Aber auch Wolff traut Auer viel zu: "Luggi, das kannst du machen!", richtet er ihm aus. "Und ich freue mich dann für dich und für uns bei Mercedes."

Zudem freut sich Wolff, dass Auer nach einem Jahr als Red-Bull-Pilot in der japanischen Super Formula und dem Wechsel zu BMW in die DTM im Vorjahr nach zwei Jahren Pause wieder zurück im Mercedes-Werkskader ist.

"Luggi passt einfach zum Stern und sollte überhaupt nirgends anders fahren", so Wolff. "Ich freue mich, dass es ganz besonders gut gelaufen ist an diesen ersten zwei Testtagen. Jetzt muss es einfach so weitergehen."