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Zverev will in Monte Carlo Ausrufezeichen setzen

13.04.2021 10:38
Alexander Zverev steht vor seinem "Heimspiel" in Monte Carlo
© Paul Zimmer via www.imago-images.de
Alexander Zverev steht vor seinem "Heimspiel" in Monte Carlo

In Monte Carlo beginnt für Alexander Zverev die Sandplatzsaison. In seiner Wahlheimat will der 23-Jährige ein Ausrufezeichen setzen.

Alexander Zverev gab sich sichtlich Mühe, doch er hatte keine Chance: Beim wirren Plausch über das Universum am Mikrofon von "TV-Reporter" Novak Djokovic konnte er sich das Lachen einfach nicht verkneifen. Wie kleine Kinder blödelten die beiden Tennisstars im Vorfeld des Masters in Monte Carlo herum, Zverevs Laune ist vor seinem Start in die Sandplatzsaison blendend - schließlich ist das Turnier in seiner Wahlheimat Jahr für Jahr ein echtes Highlight.

Von seinem Apartment bis zur wunderschönen Anlage des Monte Carlo Country Club ist es für Deutschlands Nummer eins nur ein Fußmarsch. Schon lange hat der gebürtige Hamburger seinen Lebensmittelpunkt in Monaco, weshalb das Turnier im Stadtstaat der Reichen und Schönen einen noch höheren Stellenwert besitzt. "Es ist besonders, zu Hause zu sein, das ist nicht so oft der Fall", sagte der 23-Jährige einst: "Es ist schön, Familie und Freunde um einen herum zu haben. Und das Stadion hat die wohl schönste Aussicht der Tour."

Das Glitzern des Mittelmeeres lenkt Zverevs Blick aber nicht vom Wesentlichen ab - der Weltranglistensechste lechzt nach sportlichen Erfolgen und hat in diesem Jahr mit dem Turniersieg in Acapulco/Mexiko schon bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist. In dieser Woche gilt es für den Vorjahresfinalisten der US Open, sich schnell auf das veränderte Spiel auf Sand einzustellen.

Zverev holte bisher fünf Turniersiege auf Sand

Es ist der Belag, auf dem er groß geworden ist. Fünf seiner 14 Turniersiege fuhr Zverev auf der roten Asche ein, darunter auch zwei Masterssiege in Rom und Madrid 2017 und 2018. Beim Höhepunkt der Sandplatzsaison in Paris, der in diesem Jahr am 30. Mai beginnt, schaffte der Aufschlagriese zweimal den Sprung ins Viertelfinale.

Zu wenig für die Ansprüche von Zverev, der weiter seinem großen Traum nachjagt. "Mein Ziel bleibt das gleiche, nämlich auf den großen Bühnen der Tour, den Grand Slams, zu gewinnen", hatte er noch in Acapulco gesagt. Dafür braucht er weitere Erfolgserlebnisse, großes Selbstvertrauen, und das stark besetzte Turnier in Monte Carlo bietet eine gute Gelegenheit, dies aufzubauen. In der ersten Runde hat er noch ein Freilos, am Mittwoch wartet in Marton Fucsovics (Ungarn) oder dem frischgebackenen Cagliari-Sieger Lorenzo Sonego (Italien) dann schon die erste unangenehme Aufgabe.

Wird Zverev seiner Favoritenrolle gerecht, könnte er im Viertelfinale auf den Weltranglistenersten Djokovic (Serbien) treffen, der wie Zverev und der russische Weltranglistenzweite Daniil Medvedev in Monaco wohnt und ihn zuletzt fünfmal in Serie besiegte. In seiner Rolle als Reporter wünschte Djokovic Zverev deshalb auch nur "eine galaktische Leistung bis zum Viertelfinale" - und beide prusteten wieder vor Lachen los.