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Nach kritischen Äußerungen von Ralf Schumacher

Nächster Ex-Formel-1-Star schießt gegen Vettel

12.04.2021 17:03
Bitterer Formel-1-Saisonauftakt für Sebastian Vettel
© Glenn Dunbar via www.imago-images.de
Bitterer Formel-1-Saisonauftakt für Sebastian Vettel

Nach Ralf Schumacher hat sich ein weiterer ehemaliger deutscher Formel-1-Fahrer kritisch zur Leistung von Sebastian Vettel beim Saisonauftakt in Bahrain geäußert.

"Der Fehler im Qualifying darf ihm nicht passieren. Da waren auch andere Autos, die die Gelbe Flagge hatten, die keine Strafe kassiert haben. Der Fehler im Rennen darf ihm auch nicht passieren. Dann zu sagen, 'der andere hätte den Fehler gemacht'. Da muss er versuchen, clever zu agieren und sich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren - was er mit Sicherheit macht", sagte Timo Glock gegenüber "Sport1".

Schumacher hatte Vettel im Format "Motor & Sport Magazin" des TV-Senders zuvor Wehleidigkeit vorgeworfen und dem viermaligen Formel-1-Weltmeister geraten, er solle "einfach mal Gas geben". Vettel hatte in Bahrain im Aston Martin nur Rang 15 belegt.

Glock erklärte, es sei "nie schön, so in die Saison zu starten und direkt so ein Feuerwerk von Horrormeldungen hinter dir zu haben". Vettel sei aber "erfahren genug, dass er seinen Kopf da rausziehen und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann", ergänzte der 39-Jährige, der 2004 und von 2008 bis 2012 in der Königsklasse des Motorsports aktiv war.

Formel 1: Timo Glock lobt Mick Schumacher - und die neue Spannung

Insgesamt war der Formel-1-Auftakt ganz nach Glocks Geschmack. "Es war schön zu sehen, dass Red Bull und Mercedes auf Augenhöhe sind beziehungsweise Red Bull sogar einen Schritt vorne ist. Aber Mercedes mit einer sehr aggressiven Strategie und einem unfassbar guten Lewis Hamilton, der das Thema Reifenmanagement gut beherrscht hat, lassen auf eine spannende Saison hoffen."

Keine allzu riesigen Hoffnungen setzt Glock in seinem Debüt-Jahr in der Formel 1 in Mick Schumacher. "Man kann und darf nichts erwarten, allein vom Auto. Das Auto ist einfach nicht in der Liga, das war von vornherein klar. Aber wenn man es Schwarz auf Weiß sieht, ist es einleuchtender. Wir können nicht viel erwarten. Also man braucht nicht darüber nachzudenken, dass man Mick auf dem Podium sieht oder in den Punkten".

Davon sei der Sohn von Michael Schumacher aktuell "weit weg, auch wenn es verrückte Rennen geben kann" so Glock. "Sein Ziel muss sein, den Teamkollegen zu schlagen und einen fehlerfreien Job zu machen. Das hat er sehr gut gemacht an dem Wochenende. Er hat sich von nichts beirren lassen."