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Genervter Flick, Personalsorgen und Co.

Beim FC Bayern brennt es lichterloh

11.04.2021 11:11
Hansi Flick vom FC Bayern zeigte sich genervt
© EIBNER/Sascha Walther
Hansi Flick vom FC Bayern zeigte sich genervt

Bayern München hat mit dem letzten Aufgebot im Titelrennen gepatzt. Nun richten sich alle Blicke auf Paris - doch nach wie vor herrscht reichlich Unruhe um Trainer Hansi Flick.

Hansi Flick lächelte gequält. "Meinen Sie, mir macht das Ganze Spaß?", fragte der Trainer von Bayern München den "ARD"-Reporter genervt. Die Spekulationen um seine Zukunft und der Streit mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic belasten Flick und den Rekordmeister in den Wochen der Wahrheit mit dem Champions-League-Kracher gegen Paris Saint-Germain weiterhin massiv.

Dabei sind die Sorgen nach dem mageren 1:1 (0:0) der Münchner Notelf gegen Union Berlin und angesichts zahlreicher Ausfälle vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse am Dienstag (21:00 Uhr) bei PSG so schon groß genug. Manuel Neuer wünscht sich deshalb vor dem zweiten Duell, in dem die Münchner nach dem 2:3 zu Hause gehörig unter Druck stehen, sehnlichst "ein bisschen mehr Ruhe".

Alle Dinge, die "von außen auf uns einprasseln, sind natürlich nicht von Nöten", betonte der Kapitän. Auch Thomas Müller hatte auf das ganze Theater keine Lust. Er halte es mit seinem Trainer, meinte er: "Nächste Frage!" Denn: "Jede Antwort würde das wieder anfachen."

Doch es brennt längst lichterloh. Noch nie in Flicks 18-monatiger Amtszeit mit sechs Titeln war die Lage derart angespannt. Da hilft offenbar auch kein Machtwort von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der Flick und Salihamidzic vor der Partie gegen Union eindringlich zur Vernunft gerufen hatte.

Neuer hat sich als Sprecher der Mannschaft im Dauerzwist klar positioniert. "Ich denke, dass Hansi Flick der richtige Trainer für uns ist und man hat ja auch gesehen, wie erfolgreich wir die letzten Zeiten gestaltet haben", sagte der Keeper bei "Sky".

Damit es auch erfolgreich weitergeht, war Flick nach dem Remis seiner Rumpftruppe um die Bundesliga-Debütanten Josip Stanisic und Christopher Scott bemüht, die Konzentration auf das Sportliche zu lenken. Angesichts der hohen Belastung sei vor Paris entscheidend, "dass wir Kräfte sammeln und den Kopf frei bekommen", sagte er. Man gehe trotz aller Probleme "mit einem positiven Gefühl" ins Spiel: "Wir versuchen alles rauszuholen und zwei Tore mehr zu machen."

FC Bayern mit riesengroßen Personalproblemen

Allerdings sind die Personalprobleme riesengroß. Die angeschlagenen Robert Lewandowski, Niklas Süle und Marc Roca, der positiv auf COVID-19 getestete Serge Gnabry sowie die Langzeitverletzten Corentin Tolisso und Douglas Costa fehlen. Offen ist zudem der Einsatz von Lucas Hernandez und Leon Goretzka. Er habe, sagte Flick, "mehr Hoffnung bei Lucas - auch wenn es eine Verletzung ist, die schmerzhafter ist. Bei Leon dürfen wir kein Risiko eingehen, weil es eine muskuläre Verletzung ist."

Immerhin steht der gegen Berlin gesperrte Alphonso Davies zur Verfügung. Entwarnung gab Flick auch bei Kingsley Coman, der zur Halbzeit gegen Union nach einem Schlag aufs Wadenbeinköpfchen ausgewechselt wurde, und bei Jamal Musiala. Der 18-Jährige musste mit Krämpfen vom Feld.

Zuvor hatte der Jung-Nationalspieler die Bayern, die nun noch fünf Zähler vor Leipzig liegen, in Führung gebracht (68.). Der eingewechselte Marcus Ingvartsen glich nach einem umstritten Einwurf jedoch noch aus (86.). Flick lobte dennoch "die gute Mentalität" seiner B-Elf. Das 1:1 sei "schade. Aber wir schauen positiv nach vorne."

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