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Trotz Patzern: Langer bei US Masters in Lauerstellung

09.04.2021 09:57
Langer hofft noch, den Cut zu schaffen
© KEVIN DIETSCH via www.imago-images.de
Langer hofft noch, den Cut zu schaffen

Golf-Oldie Bernhard Langer (63) hat zum Auftakt des US Masters mit zwei Bogeys auf den letzten beiden Bahnen eine glänzende Ausgangsposition verspielt - aber dennoch gute Chancen, wie im Vorjahr den Cut zu schaffen.

Der zweimalige Turniersieger, der an der Magnolia Lane lebenslanges Startrecht genießt, kam mit zwei Schlägen über Par (74) ins Klubhaus und liegt unter anderem gleichauf mit Titelverteidiger Dustin Johnson.

Vier Bogeys standen am Ende nur zwei Birdies auf den trockenen und schnellen Grüns gegenüber. Dabei lag Langer bis Bahn 17 noch auf Par-Kurs. Der Anhausener hatte 2020 als ältester Spieler der Masters-Geschichte die beiden Schlussrunden erreicht und hofft, diesen Altersrekord ausbauen zu können.

Mit vier Schlägen in Führung lag nach dem ersten Tag der Engländer Justin Rose, der noch vor einem Monat mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, und nun eine 65er Runde hinlegte. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass heute der Tag für eine 65 war, wenn ich ehrlich bin", sagte Rose, dem die siebentägige Zwangspause offenbar guttat: "Ich hatte das Gefühl, dass mein Spiel genau das brauchte, um mich auf diese Woche vorzubereiten."

Dahinter lauern der Japaner Hideki Matsuyama, dem der erste Eagle (-2 Schläge) des Tages gelang, und Brian Harman (USA) mit 69 Schlägen. Damit unterstrich Matsuyama seine Ambitionen auf den ersten Major-Triumph seiner Karriere. 2017 bei der US Open waren Matsuyama und Harman gemeinsam Zweite.

Golf: Mitfavoriten straucheln bei US Masters

Zwei weitere Mitfavoriten erwischten einen schwachen Auftakt. Noch holpriger als bei Johnson lief es für Bryson DeChambeau (USA) und Rory McIlroy (Nordirland). DeChambeau musste bereits am vierten Loch einen Doppel-Bogey notieren. McIlroy wird sich seinen Traum vom Karriere-Grand-Slam wohl auch in diesem Jahr nicht erfüllen, der viermalige Majorsieger brauchte 76 Schläge. Zu allem Überfluss traf McIlroy mit einem Ball seinen Vater am Bein.

Langer war vor seiner 38. Masters-Teilnahme für drei Wochen in die Heimat gereist, um sich am Knie behandeln zu lassen. Eine Vorsichtsmaßnahme vor seinem Lieblingsturnier, das er 1985 und 1993 gewonnen hatte. "Die Vorbereitung war nicht optimal", sagte Langer nach seiner ersten Runde bei Sky: "Ich hatte ein bisschen Rückenprobleme und leichte Knieschmerzen, aber jetzt freue ich mich auf die Saison."

Sein Debüt (1982) liegt bald 40 Jahre zurück, damals waren 64 seiner heutigen Kontrahenten nicht einmal geboren. Neunmal schon landete Langer in den Top 10, zuletzt 2014, in diesem Jahr wäre die Qualifikation für die Schlussrunden ein herausragendes Ergebnis.

Bei der 84. Auflage, die wegen der Coronakrise in den vergangenen November verlegt und ohne Zuschauer ausgetragen worden war, kam Langer auf Platz 29. In diesem Jahr sind Fans wieder zugelassen, aber unter strengen Hygieneauflagen und deutlich weniger als üblich.