Anzeige

Den Betrügern drohen harte Strafen

FIFA-Profis nach erschlichener Corona-Impfung vor Gericht

08.04.2021 18:15
FIFA 21-Profis nach erschlichener Corona-Impfung vor Gericht
© McPHOTO via www.imago-images.de
FIFA 21-Profis nach erschlichener Corona-Impfung vor Gericht

In Mexiko stehen aktuell zwei FIFA 21-Profis vor Gericht, welche sich mit falschen Ausweisdokumenten und vermummt als alte Männer ausgaben und dadurch in einem Impfzentrum unrechtmäßig gegen das Corona-Virus geimpft wurden.

Mit Rubén Zerecero wird einem der größten Stars der Südamerikanischen FIFA-Szene vorgeworfen, sich die Impfung erschlichen zu haben. Der Mexikaner wurde bereits im Jahr 2009 Zweiter beim FIFA Interactive World Cup und gehört seitdem zu den besten FIFA-Profis auf dem amerikanischen Kontinent.

Die Popularität des 31-jährigen geht so weit, dass der eSportler beispielsweise in einer mexikanischen Fernsehwerbung für die Xbox zu sehen war. Darüber hinaus produzierte EA in Kooperation mit dem Mexikaner eine Art Tutorial für den Ultimate Team-Modus.

Sicherheitspersonal schöpft Verdacht

Zerecero ließ sich Ende März in Mexico City gemeinsam mit einem weiteren FIFA 21-Profi gegen das Corona-Virus impfen. Beide wiesen sich mit Ausweisdokumenten von älteren Verwandten aus. Während Zerecero den Pass seines Vaters vorzeigte, gab sich sein Freund als ein Onkel aus.

Die eSportler erregten im Anschluss an ihre Impfung im Wartebereich aufgrund ihrer Vermummung das Interesse der Sicherheitskräfte. Beide trugen eine Kapuze sowie Sonnenbrille und legten einem Pressesprecher der Staatsanwaltschaft nach ein verdächtiges Verhalten an den Tag.

Die Gerichtsverhandlung startete am 07. April und könnte in harten Strafen für die beiden FIFA 21-Profis münden. Identitätsdiebstahl kann in Mexiko mit bis zu neun Jahren Gefängnis bestraft werden, Dokumentenfälschungen werden mit vier bis acht Jahren Freiheitsentzug bedacht.

Die Beschuldigten und Spieleentwickler EA äußerten sich bislang noch nicht gegen die schweren Vorwürfe. Dass den eSportlern harte Konsequenzen drohen, steht allerdings wohl so gut wie außer Frage.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige