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Überragender Sagosen führt Kiel ins Viertelfinale

08.04.2021 13:02
Sander Sagosen überragte beim Sieg des THW Kiel
© Dirk Reps via www.imago-images.de
Sander Sagosen überragte beim Sieg des THW Kiel

Titelverteidiger THW Kiel ist mit einem 33:28 gegen Pick Szeged souverän ins Viertelfinale der Champions League eingezogen. Am Samstag geht die atemlose Saisonhatz in der Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf weiter.

Da saß er, der Mann des Abends, und erklärte kurz und knapp das Geheimrezept des THW Kiel. "Wir hatten Respekt und haben genug Tore geworfen", sagte Handball-Topstar Sander Sagosen. Der Norweger steuerte neun dieser Tore zum 33:28 (18:15) gegen Pick Szeged im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei und war nicht nur deshalb einmal mehr der entscheidende Faktor im Kieler Spiel.

Die Tore von Sagosen, die Weltklasse-Paraden von Landin und dazu viel Respekt vor dem Gegner - die Mischung, aus der Kieler Erfolge entstehen. "Wir waren sehr fokussiert, meine Spieler haben einen Riesenjob gemacht", sagte THW-Trainer Filip Jicha nach dem Sieg gegen Szeged: "Wir hatten einen Riesen-Respekt vor dieser Aufgabe. Nun bin ich glücklich, dass wir sie erfolgreich abgeschlossen haben." Den nächsten Gegner ermittelten am Donnerstagabend Paris St. Germain und der slowenische Meister RK Celje.

Nach dem 33:28-Sieg in Ungarn schien eigentlich schon alles klar für den THW Kiel, doch in der ersten Viertelstunde führten die ungarischen Gäste in Kiel Regie. "Szeged ist eine starke Mannschaft, die darf man niemals unterschätzen", sagte Sagosen, der das Spiel bei einem 3:5-Rückstand entschlossen an sich riss. Nicht nur mit seinen Toren hielt der Norweger den THW auf Kurs, Sagosen war überall, er brillierte mit kraftvollem Zug zum Tor und viel Übersicht, gepaart mit hoher Spielintelligenz.

Im Tor gab Dänemarks Weltmeister Niklas Landin seiner Abwehr die nötige Stabilität und Sicherheit. Er machte nach einer gelungenen Aktion zudem blitzschnell Platz für den siebten Feldspieler, das Überzahlspiel reizte Kiel bis zur Perfektion aus. "Das hat ordentlich geklappt", sagte Landin, der ausdrücklich darum bat, sich eine ganz "persönliche Anmerkung erlauben zu dürfen: Ich bin so glücklich, nach diesen 14 Tagen Quarantäne wieder auf dem Platz stehen zu können."

Duell gegen den TSV Hannover-Burgdorf steht an

Am Samstag geht die Hatz des THW durch die von Corona gebeutelte Saison weiter, in der Bundesliga wartet die TSV Hannover-Burgdorf. Der größte Teil der TSV-Mannschaft kehrte nach Corona-Quarantäne erst am Donnerstag wieder ins gemeinsame Training zurück. Kiel ist trotz der Belastungen durch den engen Terminplan favorisiert, dennoch will Hannover die Punkte nicht freiwillig herschenken.

"Ich bin sicher, dass wir alles reinhauen werden", sagte TSV-Torhüter Domenico Ebner: "Gegen die besten Spieler der Welt will man immer sein Bestes zeigen." Ebner ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sich in der Quarantäne aufkommende Langeweile vertreiben kann: "Man kann sich in aller Ruhe mal selbst hinterfragen und zukünftige Ziele ausformulieren."

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