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Hertha-Rückkehr von Kult-Keeper Király vom Tisch

08.04.2021 13:18
Kult-Keeper bei Hertha BSC: Gábor Király
© nordphoto / Paetzel via www.imago-images.de
Kult-Keeper bei Hertha BSC: Gábor Király

Homophobe und migrationsfeindliche Aussagen haben Zsolt Petry seinen Job als Torwarttrainer bei Hertha BSC gekostet. Sein Nachfolger wird nicht Kult-Keeper Gábor Király.

Stattdessen rückt Ilja Hofstädt von der Berliner U19 in den Profibereich auf, wie Sportdirektor Arne Friedrich am Donnerstag vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr) mitteilte.

"Unsere Wunschlösung hat leider nicht geklappt. Wir haben uns sehr darum bemüht, Gábor Király für uns zu gewinnen", sagte Friedrich. Mit Király habe es intensive Gespräche gegeben. Der Ungar wäre "der perfekte Mann in dieser Situation gewesen. Leider musste er uns absagen", so Friedrich.

Király habe wegen geschäftlicher Verpflichtungen in Ungarn ein Engagement bei Hertha bis Saisonende ausgeschlagen. Über eine Zusammenarbeit ab der kommenden Spielzeit sei nicht gesprochen worden. "Das steht auch nicht zur Debatte", erklärte Friedrich.

Hofstädt sei zwar nur die "zweite Option", so der Hertha-Manager. Aber: "Ilja bekommt von uns jegliches Vertrauen, jegliche Unterstützung. Wir sind auf der Position sehr gut besetzt."

Hertha BSC stellt Petry nach Skandal-Interview frei

Am Dienstag hatte sich die Berliner Geschäftsführung "nach intensiver Aufarbeitung" zur sofortigen Freistellung von Zsolt Petry entschlossen.

Der Torwarttrainer hatte der regierungsnahen ungarischen Tageszeitung "Magyar Nemzet" zuvor ein Interview gegeben, das den Hertha-Verantwortlichen nicht bekannt war.

In dem Gespräch tätigte Petry fragwürdige Aussagen zum Thema Zuwanderung und kritisierte den Einsatz des ungarischen Torhüters Péter Gulácsi von RB Leipzig für einen Verein, der unter anderem die Homo-Ehe unterstützt.

Er könne nicht verstehen, was seinen Landsmann dazu bewogen habe, "sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität einzusetzen".

Gulácsi kritisierte bei Facebook zuletzt das Ende Dezember in Ungarn verabschiedete Gesetz, durch das homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren dürfen.

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