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Ex-Coach vor Rückkehr nach Deutschland

Tedesco warnt: Schalke braucht "Eier und Mentalität"

07.04.2021 14:43
Domenico Tedesco trainierte den FC Schalke 04 von 2017 bis 2019
© Anatoliy Medved/Icon Sportswire via www.imago-imag
Domenico Tedesco trainierte den FC Schalke 04 von 2017 bis 2019

Der Abstieg aus der Bundesliga rückt für den FC Schalke 04 immer näher. Domenico Tedesco kennt das Unterhaus und hat einige Ratschläge für seinen Ex-Klub parat.

"Man muss gut scouten und die Talente identifizieren. Es braucht Robustheit. Aber vor allem muss man in dieser Liga Eier und Mentalität haben. Sonst wird man aufgefressen", analysierte der ehemalige S04-Trainer im Interview mit der "Sport Bild".

Allzu konkrete Handlungsempfehlungen wollte der 35-Jährige, der seit Herbst 2019 für Spartak Moskau arbeitet, den Königsblauen aber nicht erteilen. Die Frage nach einem möglichen Comeback beim Revierklub ließ er ebenfalls offen: "Was Schalke betrifft, habe ich eine grundsätzliche Haltung. Das ist mein Ex-Verein und ich mag es nicht, wenn sich Ex-Trainer ausführlich zu Wort melden. Vor allem nicht, wenn es schlecht läuft."

Tedesco hatte sich 2017 bei Erzgebirge Aue in der 2. Liga einen Namen gemacht, ehe er mit dem FC Schalke durchstartete. In seiner ersten Saison in der Beletage führte er die Knappen gleich zur Vizemeisterschaft. Den folgenden Absturz konnte er aber nicht verhindern, sodass im März 2019 schließlich die Entlassung folgte. 

Tedesco ab Sommer auf Vereinssuche

Das Thema Bundesliga habe ihn allerdings auch nach seiner Zeit auf Schalke immer wieder begleitet, erklärte Tedesco und verwies auf konkrete Anfragen aus Deutschland: "Für mich war es aber nie ein Thema, Spartak vorzeitig zu verlassen. Ich möchte die Sache hier sauber zu Ende bringen. Das bin ich allen schuldig. Ich bin sowieso jemand, der den Ball lieber flach hält. Ehrlich gesagt mache ich mir über meine Zukunft gerade auch gar keine Gedanken."

Fest steht, dass Tedesco ab dem Sommer auf der Suche nach einem neuen Klub ist. Nach knapp zwei Jahren bei Spartak will der ehemalige Aue-Trainer seinen auslaufenden Vertrag in der russischen Hauptstadt nicht verlängern. "Ich möchte wegen der Familie zurück. So habe ich das hier auch kommuniziert. Mit einer Pandemie leben zu müssen, ist schon ein sehr großer Unterschied", begründete er seine Entscheidung.

Im Idealfall will sich der Coach mit der Meisterschaft aus Russland verabschieden. Acht Spiele vor dem Saisonende liegt Spartak lediglich vier Punkte hinter Spitzenreiter Zenit St. Petersburg.

"Natürlich wäre das eine brutal schöne Geschichte, nicht nur für mich, sondern vor allem für den Verein und die Fans. Aber Träumereien sind bei mir und meinem Trainerteam noch verboten."

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