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Ende der Negativspirale "ganz, ganz wichtig"

Rosberg: Vettel-Patzer in Bahrain "untypisch"

06.04.2021 13:25
Nico Rosberg beurteilt den Formel-1-Saisonauftakt
© Sam Bloxham/Motorsport Images/Shutterstock via www
Nico Rosberg beurteilt den Formel-1-Saisonauftakt

Dass Sebastian Vettel sein Tief von Ferrari mit zum ersten Rennen für Aston Martin in Bahrain mitgenommen hat, findet Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg etwas seltsam.

Vettel hatte in Sachir ein Wochenende zum Vergessen erlebt und war vom letzten Startplatz aus nur auf Rang 15 gefahren - inklusive einer Strafe für eine unnötige Kollision mit Esteban Ocon.

"Wir haben wieder einen Fehler gesehen, das ist halt untypisch für so einen viermaligen Weltmeister", rätselt auch Rosberg im Gespräch mit "Sky Sport F1" und ist überrascht von Vettels Aussagen, dass er sich im Auto noch nicht wohlfühlt. "Aber okay, es ist ein neues Team und er braucht ein bisschen Zeit", so der Deutsche.

Er wünscht sich, dass Vettel nun aus diesem Tief herauskommt und die mentale Negativspirale verlassen kann. "Das ist ganz, ganz wichtig", sagt er und ist überzeugt, dass sein Landsmann es schaffen wird: "Sebastian hat ein Riesentalent und ist viermaliger Weltmeister. Er wird das schon hinbekommen", betont Rosberg.

Positiv hingegen war sein Eindruck von Rookie Mick Schumacher, mit dessen Vater Michael er einst bei Mercedes fuhr: "Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er macht das ganz gut", lautet sein Urteil über den Neuling, der in Bahrain auf den 16. Platz fuhr und vor allem Teamkollege Nikita Masepin im Griff hatte.

Formel 1: Nico Rosberg will Mick Schumacher "Zeit geben"

"In der Formel 1 ist es auf jeden Fall so, dass man den Teamkollegen immer als erstes schlagen muss. Das ist das Allerwichtigste, um dann auch weiterzukommen. Da hat er natürlich einen guten Einstand gehabt", lobt Rosberg.

Für ihn ist unzweifelhaft, dass der Deutsche seinen Platz in der Formel 1 verdient hat, nachdem er zuvor die Formel 3 und die Formel 2 gewonnen hatte. Allerdings warnt er vor überzogenen Erwartungen: "Wichtig ist, dass wir ihm Zeit geben, weil die Formel 1 logischerweise die Königsklasse ist. Da kommt man nicht rein und dominiert auf einmal", sagt Rosberg.

"Man muss ihm Zeit geben, und die hat er auch jetzt, damit er alles lernt. Man muss sich reinarbeiten. Ich denke, dass er eine gute Zukunft vor sich haben wird."