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München bleibt vorerst im EM-Rennen

06.04.2021 13:49
Ausrichterstädte reichen Konzepte für Teilzulassung ein
© AFP/SID/ATTILA KISBENEDEK
Ausrichterstädte reichen Konzepte für Teilzulassung ein

EURO-Spiele im Stadion des FC Bayern? Bis Mittwoch mussten die EM-Gastgeber in der Zuschauerfrage erstmals offiziell Farbe bekennen - und bleiben wohl alle an Bord. Auch München ist zumindest vorerst weiter im Rennen.

Manuel Neuer, Joshua Kimmich oder Serge Gnabry bei der Europameisterschaft im eigenen Wohnzimmer, von den Rängen der Allianz Arena schallen ihnen lautstarke Fangesänge entgegen - dieser Traum lebt zumindest vorerst weiter.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bleibt mit München im EM-Rennen. Die bayerische Landeshauptstadt hat wohl ebenso wie die anderen elf Ausrichterstädte die erste formale Hürde genommen und scheint rechtzeitig vor der Deadline am Mittwoch Konzepte für eine Teilzulassung von Zuschauern eingereicht zu haben.

Entsprechende Medienberichte aus Dänemark und England decken sich mit "SID"-Informationen. Doch es bleiben große Zweifel, wie viel Wert das Münchner Schriftstück letztlich haben wird.

Denn in diesem ersten Schritt mussten die zwölf Gastgeber lediglich ihre prinzipielle Bereitschaft für Spiele mit Fans zusichern. Eine Garantie für die Zulassung von Zuschauern wurde in dieser Phase des Entscheidungsprozesses noch nicht verlangt. Doch das wird zeitnah folgen.

UEFA-Entscheidung fällt zeitnah

Bereits im Rahmen des Treffens des UEFA-Exekutivkomitees am 19. und 20. April oder spätestens bis Ende des Monats soll eine Entscheidung über das Format der derzeit in zwölf Ländern geplanten EM (11. Juni bis 11. Juli) fallen. Bis dahin wird ein klares Bekenntnis zumindest zu einer Teilzulassung von Zuschauern nötig sein - sonst droht München das Euro-Aus.

Bei DFB-Vizepräsident Rainer Koch, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, schrillen entsprechend die Alarmglocken. In anderen Ländern sei nicht nur das Impftempo "deutlich schneller", sondern auch die "Entwicklung sowie Umsetzung von Spielkonzepten mit Zuschauern sehr viel weiter fortgeschritten", sagte der 62-Jährige auf SID-Anfrage. Er könne nur an die Behörden appellieren, "um tragfähige Konzepte für zumindest eine Teilzulassung von Zuschauern auch bei den Spielen in München zu ermöglichen."

Doch dies scheint mehr als fraglich. Während aus anderen Städten längst klare positive Signale bezüglich der Zulassung von Zuschauern bei der EM zu hören waren, hält sich München bislang komplett bedeckt. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, "eine Aussage darüber zu treffen, ob es das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie zulässt, im Juni Zuschauer zuzulassen oder nicht", hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter jüngst gesagt.

Schwer vorstellbar, dass sich München angesichts der aktuellen Coronalage bis Ende April zu einer Garantie durchringen kann. Die UEFA beteuert zwar offiziell, dass keine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen gespielt werden müsste, automatisch ausscheide. Doch die Aussagen von Verbandspräsident Aleksander Ceferin sind eindeutig: "Jeder Ausrichter muss garantieren, dass Fans zu den Spielen dürfen. Die Option, dass irgendein Spiel der EM ohne Fans ausgetragen wird, ist vom Tisch."

"Erfreulich, dass alle Städte bereits positiv reagiert haben"

Das Einreichen von Konzepten war bloß der erste Schritt zu einem Turnier vor möglichst gut gefüllten Rängen. Es sei "erfreulich, dass alle Städte bereits positiv reagiert haben", sagte UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen dem dänischen Fernsehsender TV3 Sport. "Ich kann aber sagen, dass es von Stadt zu Stadt große Unterschiede gibt, inwieweit die Stadionkapazität genutzt werden soll."

Mit der Aussetzung der Zuschauerobergrenze ist längst ein europaweiter Wettstreit um die größten Öffnungsschritte für Fans entbrannt. Wer nicht mitmacht, könnte seinen Status als Gastgeber verlieren. Denn der Ticket-Verkauf gehört zu den größten Einnahmequellen für die UEFA. Kein Wunder, dass die schnellstmöglich klare Bekenntnisse fordert.

München, wo die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale geplant sind, wird schon bald mehr liefern müssen.

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